Konservieren oder beleben?

Welche Entwicklung soll die Ufenau, die grösste Insel der Schweiz, nehmen? Um die Frage wird seit einiger Zeit heftig diskutiert.

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Welche Entwicklung soll die Ufenau, die grösste Insel der Schweiz, nehmen? Um die Frage wird seit einiger Zeit heftig diskutiert.

Zumthor-Projekt zu gross

Das Kloster Einsiedeln und der Verein «Freunde der Insel Ufenau» möchten den bestehenden Gastbetrieb vergrössern, dies mit einem Projekt des Architekten Peter Zumthor. «Es geht uns darum, dass eine Wirtsfamilie hier ein Auskommen finden kann», sagt Markus Ruoss vom Freundeskreis. Denn die Präsenz von Wirtsleuten biete auch Gewähr für einen Schutz der Insel.

Ein erstes Projekt Zumthors wurde als zu gross empfunden und zurückgezogen. Nach Gesprächen mit Heimat- und Naturschutz wurde letzten Herbst ein zweites, verkleinertes Projekt vorgestellt.

Ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission lehnt aber auch dieses Vorhaben ab. Über das Baugesuch entscheidet die Schwyzer Regierung. Dann wird es darauf ankommen, ob eine bereits hängige Einsprache weitergezogen wird.

Ein Ort der Begegnung

Bestreben des Freundeskreises und des Abtes von Einsiedeln ist es, die Insel als besonderen Ort zu erhalten, aber nicht einfach abzuschotten. Der Abt schreibt: «Die Insel Ufenau liegt vielen Menschen am Herzen – nicht als Relikt vergangener Zeiten und nostalgischer Gefühle, sondern als Ort der Begegnung mit Gott, mit andern, mit sich selbst, mit der Schöpfung. (J. O.)