Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KONJUNKTUR: Lust auf Investitionen steigt

Der Aufschwung scheint da. Das bestätigt auch der Provida-Unternehmerreport. Manche Ostschweizer Unternehmer denken an Investitionen und neue Jobs. Doch der Fachkräftemangel bleibt ein Problem.
Kaspar.enz@ostschweiz-Am-Sonntag.ch

Als die Fachhochschule St. Gallen vor zwei Jahren zum ersten Mal Ostschweizer KMU für den Provida-Unternehmerreport befragte, zeigten sich diese zwar schon zaghaft optimistisch. Aber die Wirtschaft spürte den Frankenschock noch in den Knochen. Doch jetzt scheint er überwunden. Nur noch ein sehr kleiner Teil der befragten Unternehmer schaut pessimistisch in die Zukunft, die Optimisten stellen die deutliche Mehrheit.

Optimismus auf breiter Front

Und es ist nicht nur die Einschätzung der Geschäftsentwicklung, die auf einen Aufschwung hindeutet. Manche Unternehmer scheinen sogar wieder daran zu denken, neues Personal einzustellen oder sie fassen Investitionen ins Auge – nachdem es für Investitionen im Inland vor zwei Jahren noch finster aussah. Das kommt nicht von ungefähr: Der Auftragsbestand ist stetig gewachsen. Die Umsätze steigen, ebenso wie die Margen. «Insbesondere die Industrie, die lange mit tiefen Margen zu kämpfen hatte, sieht Morgenröte», sagt Marco Gehrig, der beim FHS-Institut für Unternehmensführung den Unternehmerreport leitet. Eine Euphorie herrsche zwar noch nicht, aber das Vertrauen ins Wachstum scheint zurück­gekehrt. Dass es wieder aufwärts geht, habe ihn nicht überrascht, sagt Gehrig. Das Ausmass der Zuversicht auf breiter Front hingegen schon. «Pessimistisch ist keine Branche», sagt Gehrig.

Der Provida-Unternehmerreport bestätigt so, was bereits vor einer Woche der Ostschweizer Konjunkturindex ergab: Der ist auf einem 10-Jahres-Hoch angelangt. «Der Aufschwung ist da», titelte der Ökonom Peter Eisenhut, nicht zuletzt angetrieben von einem Exportrekord der St. Galler Industrie: «Begünstigt durch die Erstarkung des Euro legten 2017 die Ausfuhren der Ostschweiz in die Länder der Eurozone um 8 Prozent zu.»

Doch ganz sorgenfrei seien die Ostschweizer Unternehmer nicht, sagt Gehrig. «Eine der grössten Sorgen war während der letzten Jahre immer der Fachkräftemangel», sagt er. «Dieser ist keine Einbildung, wie mancherorts gesagt wird. Viele KMU haben Mühe, qualifizierte Mitarbeiter zu finden.» Und gerade jetzt, wo das Wachstum möglich wäre, tut ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern besonders weh. «Wenn man die Mitarbeiter nicht hat, kann man die Aufträge nicht ausführen», sagt Gehrig. Es ist nicht die einzige Sorge. «Die Volatilität ist grösser geworden.» Produktlebenszyklen seien kürzer geworden, die politische Situation sorge für Unsicherheit: Für die Zukunft zu planen, ist schwieriger geworden.

Kaspar Enz

kaspar.enz@ostschweiz-am-sonntag.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.