Kommt die «Expo Bodensee-Ostschweiz 2027» doch noch?

SCHAFFHAUSEN. Die Ostschweizer Kantone liebäugeln mit einer Landesausstellung. Im Jahr 2027 könnte die Expo stattfinden, bis Ende 2012 sollen die ersten Entscheide über das weitere Vorgehen fallen.

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Staunen über die Ostschweiz: Pavillon «Aua extrema» der Ostschweizer Kantone an der Expo.02 in der Westschweiz. (Bild: Keystone/Archiv)

Staunen über die Ostschweiz: Pavillon «Aua extrema» der Ostschweizer Kantone an der Expo.02 in der Westschweiz. (Bild: Keystone/Archiv)

Die Idee, in der Ostschweiz eine Landesausstellung durchzuführen, erhält neuen Auftrieb. An der Plenarkonferenz der Ostschweizer Kantonsregierungen in Schaffhausen haben die Mitglieder am Donnerstag ihre Unterstützung für die «Expo Bodensee-Ostschweiz 2027» bekundet. Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die übrigen Mitgliedskantone - Appenzell Innerrhoden, Glarus und Schaffhausen - sicherten gemäss einem Communiqué ihre ideelle Unterstützung zu.

«Grosse Chance für die gesamte Region»
Die Durchführung der nächsten Landesausstellung in der Ostschweiz sei zwar ein gewaltiges Vorhaben, könne aber eine grosse Chance für die gesamte Region darstellen, sagte Jakob Stark, Regierungspräsident des Kantons Thurgau, anlässlich der Plenarkonferenz. Dabei sei klar, dass die «Expo Bodensee-Ostschweiz 2027» nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit auszurichten sei und sowohl von der Bevölkerung als auch von der Politik und der Wirtschaft getragen werden müsse. «Es geht darum, eine Vision zu wagen, die sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftspolitisch positive Impulse bringen kann», wird Stark in der Medienmitteilung zitiert.

Wegen «Gottardo 2020» sistiert
Bereits 2007 war die Idee, eine Expo in der Ostschweiz durchzuführen, über parlamentarische Vorstösse in den Kantonen Thurgau und St.Gallen lanciert worden. Das Vorhaben wurde von Regierungen und Parlamenten begrüsst, eine interkantonale Arbeitsgruppe traf erste Vorabklärungen, die Kantone beurteilten die Durchführung einer Expo als «realistische Option». Dann aber wurden die Abklärungen wegen des Expo-Projekts «Gottardo 2020» sistiert, das gemäss Medienmitteilung damals bereits weit fortgeschritten war. Im Herbst 2010 schliesslich wurde bekannt, dass «Gottardo 2020» nicht weiterverfolgt wird - das Thema «Expo Bodensee-Ostschweiz 2027» wurde wieder aufgenommen.

Entscheid für Vorprojekt Ende 2012
Für die nächsten Schritte setzen die beteiligten Regierungen gemäss Communiqué einen Steuerungsausschuss ein, der eine interkantonale Arbeitsgruppe mit den konkreten Abklärungen beauftragen wird. «Ziel ist es, bis Sommer 2012 über die erforderlichen Grundlagen zu verfügen, damit die Regierungen und Parlamente bis Ende 2012 über den Auftrag für ein Vorprojekt entscheiden können.» (pd/sg)