Kommission will Sterbehospize mitfinanzieren

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Pflege Das erste Sterbehospiz im Kanton St. Gallen hat den Pilotbetrieb aufgenommen – im Pflegeheim Werdenberg in Grabs. Ein zweites Hospiz ist in der Stadt St. Gallen geplant. Der Kanton soll die beiden Institutionen finanziell unterstützen: Die vorberatende Kommission des Kantonsrats heisst eine entsprechende Vorlage der Regierung gut. Die Kommissionsmitglieder hätten sich im Sterbehospiz in Grabs informiert, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Viele der Schwerkranken, die in Hospizen Aufnahme finden, sind Krebspatientinnen und -patienten. Bei ihrer Pflege und Betreuung wird auch auf die Bedürfnisse der Angehörigen Rücksicht genommen. Der Kantonsrat wird die Vorlage im Juni beraten. Vorgesehen ist, dass der Kanton ab 2018 die beiden Hospize mit insgesamt 300000 Franken pro Jahr unterstützt. Die Beiträge werden entsprechend der Anzahl gepflegter Personen und Pflegetage berechnet.

Höhere Ansätze für Pflege

Weiter will die Regierung die Höchstansätze für Pflegeleis­tungen, die von den Gemein­- den übernommen werden, um 66 Franken pro Tag erhöhen. Sterbehospize könnten wegen der besonderen medizinischen, pflegerischen, sozialen und seelsorgerlichen Herausforderungen mittelfristig nicht wirtschaftlich betrieben werden, heisst es. Die Hospize seien weiterhin auf Spenden angewiesen. Gleich wie in Pflegeheimen müssen Patientinnen und Patienten die Kosten für Pension und Betreuung – rund 200 Franken pro Tag – selber tragen. Die Vorlage an den Kantonsrat ist laut Kommission ein Zwischenschritt, beschränkt auf maximal 20 Betten im Pflegeheim Werdenberg und in St. Gallen. Es sei vorgesehen, die Finanzierung der Sterbehospize im Rahmen einer anstehenden Revision des Sozialhilfegesetzes grundlegend zu regeln. (sda)

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