Kommission will geplante Tiefgaragenpflicht lockern

FRAUENFELD. Eingeschossige Discountläden oder Fachmärkte am Ortsrand mit grossen Parkplätzen unter freiem Himmel – das soll es im Thurgau künftig nicht mehr geben.

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FRAUENFELD. Eingeschossige Discountläden oder Fachmärkte am Ortsrand mit grossen Parkplätzen unter freiem Himmel – das soll es im Thurgau künftig nicht mehr geben. Nachdem der Grosse Rat eine entsprechende Motion für erheblich erklärt und der Regierungsrat die Anpassung des Planungs- und Baugesetzes vorgeschlagen hat, will nun auch die vorberatende Kommission im Grundsatz an diesem Vorschlag festhalten.

«Verschwendung von Bauland»

Die Motion wurde von Toni Kappeler (Grüne) und Klemenz Somm (GLP) eingereicht. Sie beklagten, dass die grossflächigen Parkplätze unter freiem Himmel eine Verschwendung von wertvollem Bauland seien. Des weiteren seien die Discounter mit Billigbauweisen eine Konkurrenz für die Geschäfte in den Ortszentren, die heute schon Tiefgaragen bauen müssten. Die Motionäre verlangten eine Tiefgaragenpflicht für neue Läden, Fachmärkte, Freizeitanlagen und Verwaltungen. Bei einem Neubau sollten höchstens 30 oberirdische Parkplätze erlaubt sein.

Tiefgaragenpflicht lockern

Die Kommission will nun die geforderte Tiefgaragenpflicht etwas lockern: Sie schlägt vor, die maximale Zahl für Aussenparkplätze nur für Verkaufsgeschäfte zu reglementieren. Die Zahl der Parkplätze soll jeweils von der Grösse der Verkaufsfläche abhängen, das Maximum will die Kommission bei 60 oberirdischen Parkplätzen festsetzen. Mindestens 12 Parkplätze sollen aber unabhängig von der Verkaufsfläche möglich sein. (mvl)