Kommentar
Agieren statt klagen: St.Gallen-Bodensee-Tourismus macht aus der Not eine Tugend – mit einer neuen strategischen Ausrichtung

Die Tourismusorganisation von Stadt und Region möchte sich ab dem Jahr 2023 eine neue Ausrichtung geben. Das tut not in der aktuellen Krise und ist klug. Das St.Galler Stadtparlament sollte zustimmen.

Daniel Wirth
Daniel Wirth
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Asiatische Touristen in der Kathedrale.

Asiatische Touristen in der Kathedrale.

Bild: Ralph Ribi

Die Coronapandemie hat die Tourismusbranche hart getroffen. Die Übernachtungszahlen gingen 2020 in den Keller, ehe sie sich jetzt allmählich erholen. Zu hoffen, eine vollständige Erholung erfolge rasch und ohne sich zu bewegen, wäre fatal. Die Bedingungen für den Tourismus generell und in St.Gallen sind nicht mehr dieselben wie vor der Pandemie.

Vier Jahre nach dem Abschluss einer Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt St.Gallen und St.Gallen-Bodensee-Tourismus, die notabene eine turbulente Reise mit zwischenzeitlichen Unterbrüchen war, könnte die geplante Neuausrichtung als übereilt erscheinen. Ist sie aber nicht. Sowohl die strategische als auch die operative Leitung haben erkannt: Es ist nicht alles rund gelaufen, es wurden nicht alle Partner abgeholt, es gab Fehler.

Die Einsicht ist löblich. Und sie bildet die Grundlage für einen Neuanfang. Was andernorts geht, muss auch in St.Gallen funktionieren: Alle Partner, die von St.Gallen-Bodensee-Tourismus profitieren, müssen am gleichen Strick in die gleiche Richtung ziehen. Die Kräfte sind zu bündeln für ein zufriedenes Ganzes. Das ist die Saat für gelebte Gastfreundschaft. Um das zu merken, hätte St.Gallen-Bodensee-Tourismus die Coronapandemie allerdings nicht gebraucht. Unzufriedene Partner gibt es seit vielen Jahren.

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