Kolumne
Lü: Die Faust auf dem Auge

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne «Lü» über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.

Silvan Lüchinger
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Silvan Lüchinger.

Silvan Lüchinger.

Bild: Coralie Wenger

«Er sägt einen Keil (eine Faltkerbe) unten in den Stamm.» Origami in der Waldwirtschaft.

Der grüne St.Galler Gemeinderat Daniel Bosshard hat einen Vorstoss eingereicht, der die Subventionierung von Mehrwegwindeln fordert. Wirklich nachhaltig ist das allerdings nicht. Besser wäre die Subventionierung von Verhütungsmitteln. Dann braucht es gar keine Windeln mehr.

«Weiches Wasser habe hingegen einen eher fahlen Geschmack.» Nur schal wäre noch schlimmer.

Wegen unterschiedlicher Auffassung über die Geschäftsführung hat sich der Verein Feuerwehr Region Uzwil per Ende Juli von seinem Geschäftsführer und Kommandanten getrennt. Unstimmigkeiten zwischen der Geschäftsführung und einigen Modulchefs haben angeblich zu diesem Entscheid geführt. Die Modulchefs sind die Verantwortlichen – die früheren Feuerwehrkommandanten – in den einzelnen Gemeinden, die zum Verein gehören. An den Aufgaben des Vereins wird sich vorderhand wenig ändern. Neu wird einfach vor jedem Einsatz abgestimmt, wie gelöscht werden soll. Und ob überhaupt.

«First comes - first serves» - Latein ist Glückssache.

Auf einer Baustelle in St.Georgen steht ein 14 Meter hoher Gerüstturm. An der obersten Plattform sind Nistkästen befestigt. Sie sollen Mauerseglern Ersatz bieten, die ihr ursprüngliches Zuhause verloren haben. Polier und Bauleiter sind angewiesen zu beobachten, ob tatsächlich Tiere einziehen. Andere Vögel, die sich für die Baustelle interessieren, sind nicht zu melden.

«Der 58-jährige Deutsche steht für einen offensiven und leidenschaftlichen Fussball, was zu YB passen würde wie die Faust aufs Auge.» Mit grün und blau geschlagenen Augen wäre YB vielleicht auch fussballerisch schlagbar.

Am 5. und 6. Juni gastiert die Tour de Suisse mit drei Etappen in Frauenfeld. Die Veranstalter rufen die Bevölkerung dazu auf, die Rennen zuhause am Fernseher zu verfolgen. Es gibt weder Attraktionen wie Werbekolonne, Teampräsentationen und Verpflegungsstände, noch gibt es Zugang zum Start- und Zielbereich auf der Allmend. Dieser bleibt abgesperrt. Dem Vernehmen nach sollen die Rennfahrer aber Velos benützen dürfen.