Kolumne
Lü: Der Generalkonsul hat sich geirrt

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne «Lü» über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.

Silvan Lüchinger
Drucken
Teilen
Silvan Lüchinger

Silvan Lüchinger

Bild: Coralie Wenger

Die neuen Eigentümer wollen das Schloss Eugensberg im thurgauischen Salenstein weitestgehend original erhalten. Nur zwei Innenwände, eingezogen im frühen 20. Jahrhundert, sollen raus – damit es im Schloss heller werde. «Die Wände müssen drin bleiben», verlangt der Thurgauer Heimtschutz kategorisch. Das sei, meint der verantwortliche Architekt, Wasser auf die Mühle jener, die ohnehin der Meinung sind, der Heimatschutz habe eine Wand draussen.

Sind Sie ein Mann? Würden Sie gern im Kantonsarztamt arbeiten? Dann bewerben Sie sich – aber nicht im Kanton St.Gallen. Denn die dortige Chefin Danuta Zemp ist bekennende Feministin. Nach eigenen Angaben hat sie seit Amtsantritt deshalb ausschliesslich Frauen angestellt. Für das, was es dort zu tun gibt, reicht diese Qualifikation offensichtlich.

Eine Banane im Hintern

Das Bild an der Fassade der St.Galler Genossenschaftsbeiz Schwarzer Engel war unübersehbar: Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, mit einer Banane im Hintern. Inzwischen ist das Werk verschwunden. Entfernt wurde es auf Wunsch des türkischen Generalkonsuls. Er hatte die Zeichnung als Verunglimpfung seines Präsidenten und seines Landes empfunden. Der Mann irrt sich. In der Türkei wachsen tatsächlich Bananen.

«Skeptisches Heimpersonal: 37 Prozent lässt sich impfen.» Schon erstaunlich, was heute alles als Vor- und Nachname zugelassen wird.

In der Nähe des Wiler Bahnhofs hat sich am Sonntag eine Gruppe verkleideter Personen getroffen. Die Schaulustigen eingerechnet, ergab sich eine Menschenmenge von 80 bis 100 Personen. Die Polizei hat die Versammlung aufgelöst. Am darauf folgenden Montagmorgen wurden im ersten Schnellzug von Wil Richtung Zürich 300 bis 400 Personen festgestellt. Die Polizei hat den Zug geräumt.

Eine fürstlich normale Familie

«Für März stehen nur sporadische Lockerungen der Coronamassnahmen in Aussicht.» Jede zweite Woche Montag und Dienstag, ausser in Schaltjahren.

Auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare die gleichen Rechte erhalten sollten wie heterosexuelle Paare, antwortet Fürst Hans-Adam II.: «Ich hätte grundsätzlich nichts dagegen, solange man den homosexuellen Paaren nicht das Recht zur Adoption gibt. Ein Kind hat das Recht, in einer normalen Familie aufwachsen zu dürfen, wo nicht nur ein Vater, sondern auch eine Mutter da ist.» Alleinerziehende Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben jetzt drei Monate Zeit, einen Vater oder eine Mutter zu finden. Sonst werden ihnen die Kinder weggenommen und in eine normale Familie gesteckt.

«Ein Augenzeuge sichtete um die Mittagszeit am Rorschacher Hafen die Ausfuhr eines Polizeiboots.» Wohin das Boot exportiert wurde, ist nicht bekannt.