Kölliker lässt Verkürzung der Schulzeit prüfen

ST. GALLEN. Nach dem Thurgau will nun auch der Kanton St. Gallen prüfen, ob er die Maturaprüfungen an den Kantonsschulen vorverlegen kann.

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ST. GALLEN. Nach dem Thurgau will nun auch der Kanton St. Gallen prüfen, ob er die Maturaprüfungen an den Kantonsschulen vorverlegen kann. Grund dafür ist ein Vorstoss von Armeechef André Blattmann, welcher das Zeitfenster für die Rekrutenschule zwischen Maturaprüfung und Studiumbeginn im September vergrössern will. Zurzeit bleiben bis zum Studiumbeginn nur zehn oder elf Wochen – zu wenig für die 18 Wochen Rekrutenschule. Neu soll möglich werden, die Rekrutenschule in der Zeit dazwischen zu absolvieren.

Im Kanton St. Gallen fanden die Maturafeiern aktuell in der Kalenderwoche 27 statt. Wenn die Rekrutenschule bereits in der Kalenderwoche 24 oder 25 beginnen würde und dazu die Prüfungspläne angepasst werden müssten, würde dies eine Verkürzung der Schulzeit um zwei bis drei Wochen bedingen.

Erziehungsdirektor Stefan Kölliker hat nun intern im Bildungsdepartement eine Überprüfung in Auftrag gegeben, die zeigen soll, ob eine solche Verkürzung möglich wäre. «Eine Änderung muss jedoch im Rahmen der Eidgenössischen Direktorenkonferenz abgesprochen werden», sagt Kölliker. Zur Lösungsfindung brauche es zudem ein Entgegenkommen von der Bildungsseite sowie der Armee. «Die Schulzeit bis zur Matura können wir nicht beliebig weiter kürzen.» (nil)