Knatsch um Klage gegen Kesb

RAPPERSWIL-JONA. Kein Zugriff auf das Bankkonto, um das Erbe betrogen und später ein Selbstmord: Die Vorwürfe einer Familie an die Kesb Linth waren happig.

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RAPPERSWIL-JONA. Kein Zugriff auf das Bankkonto, um das Erbe betrogen und später ein Selbstmord: Die Vorwürfe einer Familie an die Kesb Linth waren happig. Am vergangenen Freitag teilte die Stadt Rapperswil-Jona mit, dass die Familie die Klage gegen die Kesb zurückgezogen hat (Ausgabe vom Samstag). Dieser Darstellung widerspricht die Familie nun.

Wesentliche Dokumente fehlten

«Es wurde nie behauptet, die Kesb Linth hätte unseren Vater um sein Erbe geprellt», heisst es in einer Mitteilung, die eine Drittperson im Auftrag der Familie verschickt hat. Tatsache sei, dass die Kesb Linth dem Mann widerrechtlich den Zugriff auf sein Vermögen entzogen und dieses auf verschiedenen Banken angelegt habe. «Die Höhe der Anlagen und die Unterschriftenregelungen auf diesen Konten entsprechen nicht den Bestimmungen der Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft (VBVV)», wird weiter mitgeteilt. Ebenfalls würden in diesem Zusammenhang wesentliche Dokumente fehlen, die das VBVV zwingend vorschreibe.

Unter Vorbehalt zurückgezogen

Der nächste Vorwurf der Familie: Die erwähnte Klage sei lediglich unter Vorbehalt der Wiedereinbringung zurückgezogen worden. Grund dafür sei die ihres Erachtens zu kurze Frist des Gerichtes, um alle Unterlagen genau zu prüfen. Es sei möglich, dass die Klage zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingereicht werde, heisst es auf Nachfrage. «Wir sehen uns aufgrund der Medienmitteilung der Stadt Rapperswil-Jona gefordert, die entsprechenden Beweismittel öffentlich zu machen.» Wann und wie dies geschieht, will die Familie noch besprechen.

Im erwähnten Fall hat auch die erwähnte Drittperson Anzeige gegen die Kesb Linth eingereicht. (ckn)