Klinikchef Mang akzeptiert Strafbefehl

Der deutsche Schönheitschirurg Werner Mang, der auch in Rorschacherberg eine Klinik betreibt, muss eine Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung in acht Fällen bezahlen, wie «süddeutsche.de» berichtet. An Mangs Bodenseeklinik in Lindau soll ein Arzt ohne Zulassung operiert haben.

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Der deutsche Schönheitschirurg Werner Mang, der auch in Rorschacherberg eine Klinik betreibt, muss eine Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung in acht Fällen bezahlen, wie «süddeutsche.de» berichtet. An Mangs Bodenseeklinik in Lindau soll ein Arzt ohne Zulassung operiert haben. Mang habe den Strafbefehl (200 Tagessätze) des Amtsgerichts Lindau akzeptiert. Über einen Sprecher präzisierte der Deutsche aber, dass er die Strafe letztlich nur auf Anraten seiner Anwälte akzeptiert habe, «um den nur wegen eines formellen Fehlers entstandenen Schaden für die Bodenseeklinik zu minimieren».

2012 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den ärztlichen Direktor der Bodenseeklinik wegen des Verdachts auf Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung in 274 Fällen eingeleitet. Mang sei dafür verantwortlich, dass einer seiner Mitarbeiter ohne behördliche Erlaubnis Patienten operiert habe. In acht der 274 Fälle sah das Amtsgericht den Verdacht als bestätigt an. Mang indes besteht darauf, dass keinem Patienten Schaden entstanden sei. Er selbst sei im Glauben gewesen, dass der Mitarbeiter mit seiner Schweizer Zulassung auch in Deutschland habe operieren dürfen. In der Tat sei die Rechtslage aber so, dass jeder medizinische Eingriff ohne deutsche Approbation «den Tatbestand einer Körperverletzung» erfülle. (ms)

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