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Sogar einige Verwaltungsräte wussten von nichts: Klinik Gais trennt sich Knall auf Fall von Direktorin

Nach etwas mehr als einem Jahr muss die neue Direktorin der Klinik Gais bereits wieder gehen. Der Abgang kommt in einer ohnehin turbulenten Phase.
Andri Rostetter
Im Umbruch: Die Klinik Gais. (Bild: pd)

Im Umbruch: Die Klinik Gais. (Bild: pd)

Am 1. April 2017 übernahm Daniela Rohner die Leitung der Klinik Gais . Jetzt ist sie offiziell in den Ferien. Hausintern ist aber bereits durchgesickert: Rohner kehrt nicht mehr zurück. Die Geschäftsleitung hat sich Knall auf Fall von ihr getrennt.

Daniela Rohner (Bild: pd)

Daniela Rohner (Bild: pd)

Rohners Abgang erfolgte derart plötzlich, dass selbst einige Verwaltungsräte erst im Nachhinein davor erfuhren. Der Abgang überrascht auch deshalb, weil Rohner nicht von aussen kam. Die Appenzellerin war schon vor der Übernahme des Direktoriums elf Jahre für die Klinik tätig gewesen, zuletzt als stellvertretende Direktorin. In dieser Funktion war sie unter anderem für Qualitätsmanagement und Marketing verantwortlich.

Als Direktorin übernahm sie zusätzlich die Ressorts Personal, Finanzen, Organisation und Hotellerie. Die Spitze der Klinik Gais ist seit Monaten im Umbruch. Im März 2017 kündigte Verwaltungsratspräsident Rolf Engler an, dass er sich sukzessive zurückziehen werde. Als Nachfolger ist Georg Stoffels vorgesehen. Stoffels war bis Ende März 2017 Klinik-Direktor und damit Rohners Vorgänger. Heute ist er Delegierter des Verwaltungsrates und Vorsitzender der Geschäftsleitung. Voraussichtlich Ende dieses Jahres soll Stoffels das Präsidium von Engler übernehmen.

Neubau für 27 Millionen Franken

Warum es jetzt zur Trennung von Rohner kam, ist unklar. Über die Gründe schweigen sich die Verantwortlichen aus. Die Klinik will den Abgang erst in den kommenden Tagen bekannt machen, wie Stoffels auf Anfrage sagt. Zuvor soll ein Gespräch mit Rohner stattfinden. Rohner selber war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Auch abgesehen von den personellen Wechseln durchlebt die Klinik eine turbulente Phase. Im Oktober 2016 war Spatenstich für ein 27 Millionen Franken teures Neubauprojekt. Bis Ende dieses Jahres soll der Bau stehen. Mit dem Ausbau will die Klinik ihre Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöhen. Das entspricht 85 zusätzlichen Betten. Zudem sollen 70 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Es ist der zweite Ausbau innert acht Jahren. Bereits 2010 erstellte die Klinik 17 zusätzliche Zimmer für Privatpatienten. Als Grund wurde damals die permanent hohe Bettenauslastung zwischen 97 und 99 Prozent genannt. Inzwischen beträgt die Auslastung zwischen 95 und 98 Prozent (Stand 2016).

Prominenz in Behandlung

Die Klinik Gais ist spezialisiert auf Rehabilitation und Behandlung in den Bereichen Kardiologie, Psychosomatik, Psychiatrie, Innere Medizin und Onkologie. Insbesondere in der postoperativen Behandlung von Herzpatienten gilt die Klinik als führend. Sie ist auf den Spitallisten mehrerer Kantone präsent (Ausserrhoden, Innerrhoden, St. Gallen, Zürich, Luzern, Schaffhausen und Fürstentum Liechtenstein). Regelmässig lässt sich auch Prominenz aus Politik und Wirtschaft in Gais behandeln, in den vergangenen Jahren etwa Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz oder die Zürcher Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer.

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