KLETTER-UNFALL: Kletterer stürzt von Baum und stirbt

WOLFHALDEN. Am Donnerstagvormittag ist ein Kletterer verunfallt – nicht im Gebirge, sondern im Wald. Dort trainierte der 45-Jährige an einer Buche. «Dass jemand im Wald übt, kommt fast nie vor», sagt der Herisauer Hans Fitzi von der Alpinen Rettung Schweiz.

Diana Bula
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THEMA NATUR BAEUME MISCHWALD WALD (Symbolbild: Keystone)

THEMA NATUR BAEUME MISCHWALD WALD (Symbolbild: Keystone)

Bei dem Verunglückten handelt es sich laut der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden um einen erfahrenen Kletterer. Der 45-Jährige stieg im Wolfhalder Ortsteil Oberlindenberg mit einer Kletterausrüstung und Steigeisen auf eine Buche, fiel herunter und starb. Als der Mann nicht zurückkehrte, machte sich seine Ehefrau auf die Suche nach ihm. Sie stiess auf die Leiche und alarmierte den Arzt. «Wir gehen davon aus, dass der Mann sofort tot war», sagt Willi Moesch, Sprecher der Kantonspolizei Ausserrhoden.

Sturz aus 20 Metern
Das kantonale Verhöramt zog einen Kletterexperten bei. Dieser erkannte anhand der Spuren am Baum, dass der Mann aus einer Höhe von rund 20 Meter abgestürzt sein muss. «Vermutlich war der Verunglückte nicht gesichert», sagt Moesch. Die Rechtsmedizin klärt nun die genaue Todesursache ab.

Aussergewöhnlicher Trainingsort
Der Tote soll regelmässig an der Buche trainiert haben. Das erstaunt Hans Fitzi von der Alpinen Rettung Schweiz, Sektion Schwägalp. «Dass jemand im Wald übt, kommt fast nie vor», sagt er. Der Herisauer klettert seit 30 Jahren leidenschaftlich gerne. Meistens ist er im Gebirge unterwegs, selten in der Halle. Doch auch über Kletter-Erfahrung am Baum verfügt Fitzi. «Wir müssen hin und wieder auch Sportler retten, deren Gleitschirm sich in den Ästen eines Baumes verfangen hat.» Dabei achte er stets darauf, gut gesichert zu sein. «Das hätte der Mann auch tun sollen.»

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