Kirchgemeinden planen Fusion

WIL/RICKENBACH. Am 8. Dezember stimmen die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Katholisch-Wil und -Rickenbach über eine Vereinigung ab.

Philipp Haag
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WIL/RICKENBACH. Die Katholischen Kirchgemeinden von Wil und Rickenbach stehen vor einer wegweisenden Abstimmung. Am 8. Dezember befinden die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger bei getrennt durchgeführten Urnengängen über eine Fusion der beiden Kirchgemeinden. Die Abstimmungsbotschaft erhalten die Stimmberechtigten in den nächsten Tagen.

Zwei Jahre Vorbereitung

Begonnen hatte der Vereinigungsprozess im Jahr 2011. Damals nahm die Kirchenvorsteherschaft von Rickenbach Kontakt mit dem Kirchenverwaltungsrat von Wil auf. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Bistumsgrenze – Wil gehört dem Bistum St.Gallen an, Rickenbach dem Bistum Basel – eine hohe Hürde für eine Vereinigung darstellt. Ein Bistumswechsel des kleineren Rickenbach hätte ein langwieriges und komplexes Genehmigungsverfahren bedingt. Als finale Instanz hätte gar die Kurie in Rom zustimmen müssen. Um den Bistumswechsel zu umgehen, fanden die beiden Kirchenbehörden eine pragmatische Lösung: Die Kirchgemeinden fusionieren. Rickenbach verbleibt aber als Pfarrei beim Bistum Basel, dessen Bischof Felix Gmür tritt in einer Vereinbarung, dem Pastorationsvertrag, alle Rechte und Pflichten an seinen St. Galler Kollegen Markus Büchel ab. Genehmigen die Kirchbürger die Fusion, wird Rickenbach als autonomer Seelsorgebereich mit eigenem Pfarreirat in die Kirchgemeinde Wil integriert.

Synergien nutzen

Ziel der Vereinigung ist das Nutzen von Synergien, personellen, administrativen, finanziellen. Der Steuerfuss soll auf 24 Prozent belassen werden. Die Vereinigung ist auf den 1. Januar 2015 geplant. Die Neuwahlen für die Kirchbehörde finden im Herbst 2015 statt. Den Zusammenschluss betrachten die Kirchenbehörden als nachhaltige Lösung mit einer neuen kirchlichen Heimat für die Katholiken von Rickenbach.

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