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Keine Überraschungen bei der Nomination für den Nationalrat: SVP-Delegierte folgen Vorschlag des Kantonalvorstandes

Im «Sternen»-Saal in Wangs haben die Delegierten der SVP des Kantons St. Gallen die Parolen zu den anstehenden Abstimmungen gefasst und die Nationalratskandidaten bestimmt. Dabei folgten sie dem Vorschlag des Kantonalvorstandes.
Reto Vincenz
Die fünf Bisherigen: Barbara Keller-Inhelder (Rapperswil), Roland Rino Büchel (Oberriet), Mike Egger (Berneck), Thomas Müller (Rorschach) und Lukas Reimann (Wil)

Die fünf Bisherigen: Barbara Keller-Inhelder (Rapperswil), Roland Rino Büchel (Oberriet), Mike Egger (Berneck), Thomas Müller (Rorschach) und Lukas Reimann (Wil)

Es versprach angesichts der reich befrachteten Traktandenliste ein langer Abend zu werden bei der SVP des Kantons St. Gallen gestern im «Sternen» in Wangs. Und das wurde es dann auch. Rund vier Stunden wurde verhandelt und es ging bereits gegen Mitternacht zu, als die letzten Worte gesprochen waren.

Gefragt: Einfache Botschaften

Kantonalpartei-Präsident Walter Gartmann (Mels) äusserte sich vor den Delegierten einleitend einerseits kämpferisch, andererseits auch leicht selbstkritisch. Teilweise sei die SVP träge geworden. Man müsse wieder einfache, klare Botschaften ans Volk bringen.

«Wir müssen uns darauf besinnen, warum wir gewählt wurden und warum die SVP die stärkste Partei im Kanton ist.»

Gartmann gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der von der nationalen Politbühne abgetretene Toni Brunner als Wahlkampfleiter gewonnen werden konnte. Es müsse im Kanton St. Gallen ja nicht so laufen wie in andern Kantonen, wo die SVP in jüngerer Zeit einiges Terrain verloren hat. Brunner sagte, dass er sich eigentlich zurückziehen wollte. Aber:

«Wenn die Partei ruft, ist das Pflicht und Herzensangelegenheit.»

Er wolle mithelfen, die SVP nach vorne zu bringen und die Linke in die Schranken zu weisen.

«Wir müssen im Herbst unsere fünf Sitze verteidigen», sagte Brunner, der den Nominationsteil der Versammlung anstelle des ebenfalls kandidierenden Gartmann leitete. Und die SVP müsse im Herbst den Ständeratssitz verteidigen, «den wir jetzt im Mai gewinnen», so Brunner mit leichtem Schalk, aber im Brustton der Überzeugung. «Vor allem müssen wir die Wähler wieder an die Urne bringen, und dafür brauchen wir die besten Kandidatinnen und Kandidaten.» Diese müssten das ganze Spektrum der Bevölkerung im Kanton abbilden.

Ja zu den fünf Bisherigen

Bei den Nominationen folgten die Delegierten dann dem Vorschlag des Kantonalvorstandes. Über die fünf Bisherigen – Lukas Reimann (Wil), Thomas Müller (Rorschach), Roland Rino Büchel (Oberriet), Barbara Keller-Inhelder (Rapperswil) und Mike Egger (Berneck) – wurde in globo abgestimmt; für sie gab es ein einstimmiges Ja. Für die restlichen sieben Plätze lauteten die Vorschläge des Kantonalvorstandes:

  • Ursula Egli (Rossrüti)
  • Walter Freund (Eichberg)
  • Esther Friedli (Ebnat-Kappel)
  • Walter Gartmann (Mels)
  • Michael Götte (Tübach)
  • Donat Kuratli (St.Gallen)
  • Daniel Wisler (Oberhelfenschwil)

Die Kandidaten präsentierten sich den Delegierten und wurden dann auch einstimmig gewählt. Der aus dem Rund vorgeschlagene Damian Gahlinger (Wil) hatte keine Chance, weil die Delegierten am Siebnervorschlag des Kantonalvorstandes festhalten wollten.

Politgrössen als Referenten

Vor der Nominationsrunde wurde zuerst die ordentliche HV der
St. Galler SVP abgewickelt, bevor die Delegierten die Parolen für die eidgenössischen und kantonalen Volksabstimmungen vom 19. Mai bzw. 30. Juni fassten. Dabei traten gleich mehrere bekannte Politik-Grössen als Referenten auf, darunter neben verschiedenen Kantonsräten auch Regierungsrat Stefan Kölliker (SVP, Bronschhofen), und die SVP-Nationalräte Thomas Müller (Rorschach), Roland Rino Büchel (Oberriet) sowie Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder (Rapperswil-Jona).

Einstimmig Nein sagten die Delegierten zum neuen Waffengesetz. Ein Nein resultierte nach einer flammender Rede von Roland Rino Büchel auch zum Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung. Ein deutliches Nein wiederum setzte es zum Bau des Klanghauses Toggenburg ab. Ebenso deutlich fiel das Ja der Delegierten zur Erstellung des Campus Platztor der Uni St. Gallen aus, nachdem Bildungsdirektor Kölliker entsprechend dafür die Werbetrommel gerührt hatte.

Abgerundet wurde der Abend durch den Auftritt der Bürgermusik Wangs, das Grusswort der Gemeinde überbrachte den 178 SVP-Delegierten Präsident Bernhard Lenherr.

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