Keine neuen Erkenntnisse im Fall Hermann

VADUZ. Die Ermittlungen im Fall Jürgen Hermann sind nicht abgeschlossen. Sie ruhen derzeit, weil keine weiteren Hinweise bei der Landespolizei eingegangen sind.

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VADUZ. Die Ermittlungen im Fall Jürgen Hermann sind nicht abgeschlossen. Sie ruhen derzeit, weil keine weiteren Hinweise bei der Landespolizei eingegangen sind. «Gehen neue Angaben zum Verbleib von Jürgen Hermann bei uns ein, werden wir die Ermittlungen wieder aufnehmen», sagt die Sprecherin der Landespolizei Tina Beck. Auch die Öffentlichkeitsfahndung läuft nach wie vor – denn ohne Leiche keine Klarheit. In den vergangenen Monaten sind zahlreiche Angaben zum Verbleib von Jürgen Hermann aus der Bevölkerung bei der Landespolizei eingegangen. Unter anderem Meldungen, dass er sich im Ausland aufhalte. «Die Hinweise wurden überprüft, haben jedoch keine neuen Erkenntnisse gebracht», sagt Tina Beck.

Indiz zeigt: Keine Finte gelegt

Die Landespolizei geht aufgrund vieler Indizien nach wie vor von Suizid aus. Denn nach der Tat wurden persönliche Gegenstände, wie Schlüssel oder Reisepass des Täters, in Ruggell am Rheinufer gefunden – auch die Jacke mit Schmauchspuren, die Hermann während der Tat getragen haben soll. Ein Indiz dafür, dass sich Hermann nach der Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit in Ruggell aufhielt und die persönlichen Gegenstände nicht schon zuvor dort deponiert hat.

Wieder auf Normalbetrieb

Jürgen Hermann hat am 7. April den CEO der Bank Frick, Jürgen Frick, in der Tiefgarage der Bank erschossen. Eine Tat, die Unruhe im ganzen Land auslöste. Die Landespolizei zeigte aus diesem Grund starke Präsenz in Liechtenstein. «Mittlerweile konnten wir wieder auf normalen Betrieb zurückfahren», sagt Tina Beck. Ob sich die Lage in Liechtenstein beruhigt hat, sei schwer zu sagen. Doch solange Jürgen Hermann nicht gefunden ist, bleibt die Ungewissheit. (lva)

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