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Keine Lust auf Hulapalu? Noch sind 12'000 Tickets für das Gabalier-Konzert zu haben

Der Vorkauf für das Konzert von Andreas Gabalier am 9.Juni im St.Galler Kybunpark kommt nicht auf Touren. Auch für das Open Air St.Gallen sind fünf Wochen vor dem Festival noch 9000 Tickets verfügbar. Hat die Ostschweiz keine Lust mehr auf Live-Musik?
Christof Krapf
Der Run auf das OpenAir St.Gallen war in den vergangenen Jahren gross. (Bild: Luca Linder/Archiv)

Der Run auf das OpenAir St.Gallen war in den vergangenen Jahren gross. (Bild: Luca Linder/Archiv)

Die Veranstalter des Andreas-Gabalier-Konzertes greifen tief in die Trickkiste. Schliesslich soll der Kybunpark am 9. Juni voll sein. Dann, wenn sich der selbsternannte "Volks-Rock-'n'-Roller" der Ostschweiz zum zweiten Mal innert eines Jahres die Ehre gibt.

Wer beim FC St.Gallen bis 26. Mai eine Saisonkarte kaufte oder diese bis 8. Mai verlängerte, bekam dieses Jahr ein Gratisbillett für das Konzert des Österreichers. Gemäss Webseite des FCSG wurden bis Dienstag etwa 6200 Saisonkarten abgesetzt. Das sind potenziell ebenso viele Gratistickets für Gabalier - oder fast ein Viertel aller verfügbaren Billette. Zwar sollen die Eintritte für die Aktion limitiert gewesen sein, die genaue Anzahl ist nicht bekannt. Beim FC St.Gallen heisst es, eine definitive Auswertung liege noch nicht vor.

Hunderte von Sitzplätzen sind noch frei

Anfang Mai kam Gabalier im Rahmen seiner Promotour obendrein in die Ostschweiz. Das ist ein weiteres Indiz, dass der Billettverkauf nicht wie gewünscht läuft.

Anders war das im vergangenen Jahr: Mit 27'000 Zuschauerinnen und Zuschauer war der Kybunpark ausverkauft. Heute, knapp zwei Wochen vor dem Konzert, sind noch zahlreiche Plätze im Stadion verfügbar. Dies geht aus der Webseite des Ticketportals hervor.

Bei den Stehplätzen auf dem Spielfeld und im Espenblock wird die Verfügbarkeit der Tickets beispielsweise mit "hoch" angegeben. Auch Sitzplätze waren laut dem Ticketportal am Dienstag noch Hunderte zu haben.

Laut Catherine Bloch, Mediensprecherin der Konzertveranstalterin "Stargarage", wurden bis jetzt 15'000 von 27'000 Tickets abgesetzt. "Wir sind mit dem Vorverkauf zufrieden." Auf die zahlreichen Gratisbillette angesprochen, sagt sie: "Es ist in unserer Branche üblich, dass wir zwei bis drei Wochen vor dem Konzert nochmals Gas geben mit Ticketaktionen."

Bloch glaubt nicht, dass das zweite Gabalier-Konzert innerhalb eines Jahres im Kybunpark eines zu viel ist. "Gabalier ist extrem erfolgreich und kommt mit neuem Album sowie einer neuen Show nach St.Gallen. Weil das Konzert den Auftakt zur neuen Tournee bildet, ist es klar, dass der Veranstalter zugegriffen hat." Wie viele Gratistickets bisher vergeben wurden und wie viele Billette verkauft werden müssten, damit die Rechnung für die "Stargarage" aufgeht, kann Bloch nicht sagen.

Open Air St.Gallen: Opfer des eigenen Erfolgs

Auch für das Open Air St.Gallen sind fünf Wochen vor dem Festival noch 9000 von insgesamt 30'000 Tickets verfügbar. Einzig die Zweitagespässe sind ausverkauft. Das Open Air war zuletzt verwöhnt: Sechs der sieben vergangenen Festivals waren ausverkauft - nur im vergangenen Jahr blieben 500 Tickets liegen. 2015 und 2016 meldeten die Veranstalter schon Anfang Jahr: "ausverkauft". Das ist Rekord.

Sabine Bianchi, Mediensprecherin des OASG führt dies auch auf den eigenen Erfolg des Open Airs zurück. "Weil das Festival in den vergangenen Jahren immer früh ausverkauft war, wissen viele Leute nicht, dass überhaupt noch Tickets verfügbar sind", so Bianchi. Denn in den vergangenen Jahren haben sich die Besucherzahlen am Open Air auf hohem Niveau stabilisiert, wie unsere Grafik zeigt.

Besucherzahlen OpenAir St.Gallen

pro Tag (in Tausend)
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Depeche Mode, Killers, Nine Inch Nails - die diesjährigen Headliner des Open Air St.Gallen sind vor allem älteren Semestern ein Begriff. Dass lediglich die Zweitagespässe ausverkauft sind, legt den Schluss nahe, dass viele Besucherinnen und Besucher vor allem wegen der britischen Elektropop-Band Depeche Mode ins Sittertobel kommen. Diese tritt am Samstagabend auf.

Run auf Tickets ist überall schwächer geworden

Laut Bianchi war es nicht möglich, den Auftritt der Briten auf den Freitag zu verlegen, um so den Verkauf von Drei- und Viertagespässen anzukurbeln. "Eine Band wie Depeche Mode zu verpflichten, braucht Glück und Verhandlungsgeschick. Zudem sind wir abhängig vom Tourplan der jeweiligen Band", sagt Bianchi. Sie ist überzeugt, dass das Open Air St.Gallen mit verschiedenen Newcomern auch ein attraktives Programm für das jüngere Publikum bietet.

Dass dieses Jahr der Vorverkauf nicht wie zuletzt in Schwung kommt, spüren auch andere Veranstalter. "Wir tauschen uns mit anderen Festivals aus. Der Run auf Tickets ist verglichen mit den Vorjahren überall schwächer geworden", sagt Bianchi.

Summerdays ist auf Kurs

Wie viele Tickets das Open Air St.Gallen absetzen muss, damit die Veranstalter in finanzieller Hinsicht ruhig schlafen können, kann Bianchi nicht sagen. "Diese Zahl hängt vom Verkauf von Essen und Getränken, dem Aufwand für die Rekultivierung des Geländes und den Kosten für Auf- und Abbau ab. Diese Faktoren sind stark wetterabhängig", so die Mediensprecherin.

Das Summerdays in Arbon - es wird vom gleichen Veranstalter wie das St.Galler Open Air durchgeführt - hat bisher zwischen 9000 und 10'000 von insgesamt 24'000 Tickets abgesetzt. "Dort sind wir im Fahrplan", sagt Bianchi. Der Vorverkauf für das Festival am Bodensee laufe stetiger ab als jener des Open Air St.Gallen. "Beim Open Air St.Gallen waren wir in den Vorjahren auf einen Schlag ausverkauft. Beim Summerdays ist das anders", sagt Bianchi.

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