Keine Erdrutsche in der Ostschweiz

Der flächendeckende Dauerregen über der Ostschweiz hat aufgehört: Damit sinken nicht nur langsam die Pegel der Flüsse, auch die Hochwasserlage entspannt sich. Die Schäden halten sich «im Rahmen», heisst es bei den Einsatzkräften.

Alexandra Pavlovic
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«Rund 40 Meldungen sind am Dienstag zwischen 9.30 Uhr und 22 Uhr bei uns eingegangen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Dies seien aber nicht alle Schäden, welche durch die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage entstanden seien. «Erfahrungsgemäss haben die Versicherungen noch weitere erhalten. Wie viele es definitiv sind, wissen wir zu einem späteren Zeitpunkt.» Der Dauerregen hat laut Krüsi in der Ostschweiz keine grösseren Schäden angerichtet. «Hauptsächlich Keller und Garagen wurden ausgepumpt. In Degersheim und Wil waren Bäume von der Strasse wegzuräumen.»

Wassergesättigte Böden

Obwohl die Böden durchnässt sind und kaum noch Wasser aufnehmen können, besteht laut Krüsi keine Gefahr von Erdrutschen. Auch im Kanton Thurgau beruhigt sich die Lage, wie Mediensprecher Matthias Graf bestätigt: «Gestern haben wir bereits um 19 Uhr die Gefahrenstufe für Erdrutsche wieder herabgesetzt.» Bisher seien weder Meldungen von Erdrutschen bekannt noch eingegangen. «Auch die Pegel der Flüsse sinken langsam», sagt Graf. Die Schäden, welche der sintflutartigen Regen verursacht hat, halten sich gemäss Graf «im Rahmen». «Uns wurden zehn Wassereinbrüche in Kellern gemeldet. Es gab drei Meldungen von abgeknickten Ästen und von einem verstopften Dorfbach.» Eine Strasse bei Affeltrangen war leicht überflutet und in Frauenfeld sei es auf der Hauptstrasse wegen Aquaplanings zu einem Unfall gekommen. «Personenschäden gab es keine», sagt er.

Einsatzkräfte verstärkt

Wegen des ausgelösten Wasseralarms an der Thur standen die Thurgauer Polizisten und die aufgebotenen Feuerwehrleute von Bischofszell bis Kreuzlingen 24 Stunden im Einsatz. Auch in St. Gallen wurden die Patrouillen nach 9 Uhr verstärkt: «Nachdem die Notrufe akut wurden, haben wir das Personal im Lagezentrum erhöht. Ebenso standen wir mit dem kantonalen Führungsstab in Verbindung», sagt Krüsi.

Mittlerweile beruhige sich die Lage. Trotzdem betont er: «Die Natur ist unberechenbar, wir müssen die Situation weiter beobachten. Auch uns ist das Sommerwetter lieber als der Regen.»

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