Kein Ohropax für Bello – mit diesen sechs Tipps rutschen Hunde und Katzen beim Silvesterfeuerwerk angstfrei ins neue Jahr

Silvester ist nicht mehr weit. Der Wechsel ins neue Jahr wird auch in der Ostschweiz traditionell mit Feuerwerk gefeiert. Während sich die Menschen freuen, leiden die Haustiere. Eine Tierschützerin verrät, wie auch Hunde und Katzen entspannt den Jahreswechsel feiern.

Rossella Blattmann
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Für Hunde ist das laute Silvesterfeuerwerk kein Genuss, sondern eine Qual.

Für Hunde ist das laute Silvesterfeuerwerk kein Genuss, sondern eine Qual.

(Bild: Getty)

Während viele Ostschweizerinnen und Ostschweizer mit einem «Ah!» und «Oh!» jeweils ihre Freude am bunt-glitzernden Silvesterfeuerwerk bekunden, leiden die Haustiere unter dem grellen Licht und dem Lärm. «Katzen und Hunde haben Angst und geraten in Panik. Ihre Besitzer müssen sie immer wieder aus Verstecken holen, in denen sich die Tiere verkriechen», sagt Erika Bolt von der Beratungs- und Meldestelle des Tierschutzvereins Stadt St.Gallen und Umgebung.

Das muss nicht sein. Mit diesen sechs Tipps rutschen auch Ostschweizer Haustiere ohne Angst und Schrecken ins neue Jahr:

1. Fenster und Vorhänge zuziehen

Erika Bolt rät Haustierhaltern in der Silvesternacht ihre Tiere in der Wohnung zu behalten. «Auf jeden Fall Fenster und Türen schliessen, damit die Hunde oder Katzen nicht davonlaufen.» Das grelle Licht des Feuerwerks störe die Tiere, ergänzt Bolt. «Zugezogene Vorhänge helfen zusätzlich das grelle Leuchten zu dämpfen.»

2. Bei Radio und TV das Volumen aufdrehen

Eine gewohnte Geräuschkulisse beruhigt laut Bolt die Katzen und Hunde in den Wohnungen. Sie rät daher Radio und TV-Gerät etwas lauter als sonst einzustellen. «Diese Geräusche sind den Tieren vertraut und übertönen teils das störende Pfeifen und Knallen des Feuerwerks draussen.»

3. Beruhigungstropfen beim Tierarzt holen

Bei besonders ängstlichen Vierbeinern helfe auch ein Gang zum Tierarzt, so Bolt. Beruhigungstropfen oder -tabletten wirken laut der Tierschützerin aber nicht immer zum gewünschten Zeitpunkt.

4. Haustiere chippen

«Ich rate Haustierbesitzern ihre Katzen unbedingt beim Tierarzt zu chippen», sagt Bolt. Laufe ein gechipptes Tier weg, sei der Besitzer über die Tierverkehrsdatenbank Identitas viel leichter auffindbar. Besitzer müssen sich dazu bei der Datenbank registrieren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Tierschutzvereins seien immer mit einem Lesegerät unterwegs und könnten so die Halter von entlaufenen Tieren ausfindig machen, ergänzt Bolt.

5. Einen Hunde- oder Katzensitter einstellen

Viele feiern den Jahreswechsel auf einer Party. Auch wenn es nicht einfach ist: «Zuhause bleiben ist für den Hund oder die Katze das Beste», sagt Bolt. Eine weitere gute Lösung sei einen vertrauten Hunde- oder Katzensitter einzustellen.

6. Kein Ohropax für Bello

Wird es laut, greifen Menschen oft zu Ohropax. Bei Hund und Katze Ohrstöpsel zu verwenden, ist gemäss Bolt eine schlechte Idee. Es bestehe die Gefahr, dass die Fremdkörper den Gehörgang des Tieres verletzen. «Oder sie kratzen sich am Ohr, weil der Stöpsel sie stört und ziehen sich so Verletzungen zu.»