Kein Happy-End für Wanda und Ernst

FRAUENFELD. Die Suche nach Ernst Hoppeler ist beendet. Zehn Jahre lang hatte Wanda Kuhn versucht, ihren ehemaligen Schulfreund wieder zu finden. An zentralen Orten in Frauenfeld hatte sie zu diesem Zweck Plakate aufgehängt. Doch Kuhn erhielt keine Antwort.

Marion Wehrli
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Wanda Kuhn suchte mit Plakaten nach Ernst Hoppeler. (Bild: Stefan Hilzinger)

Wanda Kuhn suchte mit Plakaten nach Ernst Hoppeler. (Bild: Stefan Hilzinger)

Mittlerweile haben sich zahlreiche ehemalige Arbeitskollegen und die Ex-Frau von Ernst Hoppeler bei Kuhn gemeldet. Sie berichten, dass Hoppeler 1990 nach einer schweren Krankheit verstorben ist und in einem Urnengrab im Friedhof Oberkirch in Frauenfeld beigesetzt wurde. Dieses ist laut Aussage der Ex-Frau bereits aufgelöst worden.

Es begann vor vielen Jahren
Wanda suchte Ernst, da sie vor gut 60 Jahren mit ihm die Primarschule in Wettingen besucht hatte. Zwischen den beiden entstand eine sehr enge Freundschaft. Diese vergass Kuhn auch nicht, als Hoppeler nach Baden zog und damit der Kontakt abbrach. Vor über 30 Jahren erreichte sie dann ein Anruf von Hoppeler. Er arbeitete mittlerweile bei der Polizei in Frauenfeld und wollte seine alte Schulkameradin gerne wiedersehen. Also trafen sich die beiden und erneut entstand eine starke Bindung. Dennoch war auch dieses Mal die Freude nur von kurzer Dauer. Als Kuhns Ehemann verstarb, musste sie sich alleine um ihre zwei Kinder kümmern und nebenbei arbeiten. So verlor sie ihren Schulkameraden erneut aus den Augen. Als Hoppeler dann auch nicht mehr zu den Klassentreffen erschien, machte sich Kuhn auf die Suche.

Kein gutes Ende
Ernst Hoppeler war lange bei der Polizei im Kanton Thurgau tätig und half bei der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft mit. Er blieb in Frauenfeld und arbeitete dort bis 1980 als Polizist. Danach trat er in das Eidgenössische Zeughaus in Frauenfeld ein, wo er schon nach kurzer Zeit einen Führungsposten übernahm. Diese Stelle behielt er, bis die ersten gesundheitlichen Probleme auftraten. Für Wanda Kuhn hat die Geschichte kein gutes Ende, aber sie ist froh, nun endlich Klarheit über den Verbleib von ihrem Ernst zu haben.