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Kein Feuerwerk am 1. August: In der ganzen Ostschweiz gilt absolutes Feuerverbot

Am Montag haben die Kantone St.Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot erlassen. Jetzt zieht auch Appenzell Innerrhoden nach. Damit ist das Anzünden von Feuerwerk am 1. August in der ganzen Ostschweiz verboten.
Stephanie Martina
1. August ohne Feuerwerk: In der ganzen Ostschweiz gilt absolutes Feuerverbot. (Bild: Freshfocus)

1. August ohne Feuerwerk: In der ganzen Ostschweiz gilt absolutes Feuerverbot. (Bild: Freshfocus)

Weil am Wochenende kaum Regen gefallen ist und weil immer mehr Gemeinden beabsichtigten, ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot zu erlassen, ist der Kanton St.Gallen nochmals über die Bücher gegangen: Am Montag hat der Kantonale Führungsstab eine neue Beurteilung der Situation vorgenommen. Diese erfolgte in Absprache mit den Nachbarkantonen, dem Präsidenten der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten und einzelnen Gemeinden, heisst es in der Mitteilung. Der Kantonale Führungsstab hat schliesslich beim Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartementes ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot beantragt. Dieser hat den Antrag gutgeheissen.

Damit wurde das bereits bestehende Verbot verschärft. Neu gilt das Feuer- und Feuerwerksverbot demnach auf dem gesamten Kantonsgebiet, also auch an jenen Orten, die weiter weg als 200 Meter vom Wald liegen.

Es ist ab sofort untersagt …

  • ...Feuer jeglicher Art im Freien zu entfachen.
  • ...Feuerwerk (Raketen, Vulkane, Böller etc.), Höhenfeuer und Himmelslaternen zu zünden.
  • ...brennende Zigarettenstummel und Streichhölzer wegzuwerfen.
  • …Holzkohlegrills zu gebrauchen.
  • ...Kerzen im Freien anzuzünden.

Ausserhalb der Wälder dürfen Gas- und Elektrogrills genutzt werden, wenn diese auf nicht brennbarem Untergrund stehen und der Abstand zu brennbarem Materialien gewährleistet ist. Wer unsicher ist, ob weitere Situationen ebenso unter das Verbot fallen, verzichte besser, rät die St.Galler Staatskanzlei. Das Verbot gelte bis auf Widerruf. Verstösse könnten polizeilich geahndet werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Schadensfall hafte der Verursacher oder die Verursacherin.

Sonderbewilligung für Rorschach

Keine Regel ohne Ausnahme: Die Stadt Rorschach darf ihr Feuerwerk am 31. Juli trotz Feuerverbot zünden. Der Grund: Erlaubt bleiben laut der Mitteilung des Kantons kommunale Grossfeuerwerke auf Seen, sofern der Abstand zum Ufer mindestens 350 Meter beträgt. Laut den Verantwortlichen erhielt Rorschach deshalb eine Sonderbewilligung – unter der Bedingung, dass das Schiff dieses Mal einen grösseren Abstand zum Ufer einhält als üblich.

Auch Thurgau verhängt absolutes Feuerverbot

Aufgrund der aktuellen Trockenheit sieht man sich auch im Nachbarkanton gezwungen, ein absolutes Feuerverbot auszusprechen. Aus Sicherheitsgründen müsse das bereits bestehende Feuerverbot im Wald und in waldnahen Gebieten auch auf Felder, die Ufervegetation und das Siedlungsgebiet ausgedehnt werden, teilt die Thurgauer Staatskanzlei am Montagnachmittag mit. Die Einhaltung der im Normalfall allgemein üblichen Sorgfaltspflichten und die Sensibilisierung der Bevölkerung würden derzeit nicht mehr genügen. In dieser Situation habe der Regierungsrat ein befristetes totales Verbot für das Entzünden von offenen Feuern im Freien sowie ein totales Verbot für das Abbrennen von Feuerwerk erlassen.

Wasserentnahmeverbot besteht nach wie vor

Das Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer im Kanton Thurgau gelte weiterhin, teilt die Staatskanzlei weiter mit. Ausgenommen vom Wasserentnahmeverbot seien lediglich der Rhein, der Bodensee sowie das Grund- und Quellwasser. Die Jagd- und Fischereiverwaltung sei in Zusammenarbeit mit Fischern noch immer bemüht, Fische aus Fliessgewässern, die zu versiegen drohen, zu retten. Bislang seien in insgesamt 40 Fliessgewässern im Kanton rund 52 Kilometer abgefischt worden.

Appenzell Innerrhoden zieht nach

Auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden verhängte am Montag per sofort ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot – bis auf Widerruf. Das teilt das Departement Inneres und Sicherheit am Montagnachmittag mit. «Die Trockenheit verschlimmert sich im ganzen Kanton, und auch einzelne Bäche beginnen auszutrocknen», heisst es in der Mitteilung. Neu gilt das Feuer- und Feuerwerksverbot auf dem gesamten Kantonsgebiet, also auch an jenen Orten, die weiter weg als 200 Meter vom Wald liegen.

Am Dienstagvormittag teilte schliesslich mit Appenzell Innerrhoden auch der letzte Ostschweizer Kanton auf seiner Webseite mit, dass das Anzünden von Feuer und Feuerwerk untersagt ist.

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