Kantonsrat soll künftig Lehrplan genehmigen

Der Kanton St. Gallen soll aus dem HarmoS-Konkordat aussteigen. Der Lehrplan soll künftig vom Kantonsrat genehmigt werden. Diese beiden Anliegen verfolgt der Verein «Starke Volksschule St. Gallen». Er hat dazu zwei Initiativen eingereicht. Im Herbst startet er mit dem Sammeln der Unterschriften.

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Der Kanton St. Gallen soll aus dem HarmoS-Konkordat aussteigen. Der Lehrplan soll künftig vom Kantonsrat genehmigt werden. Diese beiden Anliegen verfolgt der Verein «Starke Volksschule St. Gallen». Er hat dazu zwei Initiativen eingereicht. Im Herbst startet er mit dem Sammeln der Unterschriften.

«Ideologische Umerziehung»

Der Verein kritisiert den Lehrplan 21 harsch. Er bringe einen «massiven und erschreckenden Abbau der deutschen Sprache und der Mathematik» (Fremdsprachen würden zu früh eingeführt, Taschenrechner zu früh eingesetzt). Der Lehrplan 21 beabsichtige eine «ideologische Umerziehung» der Kinder. «Die Volksschule ist dem Volk verpflichtet, sie muss wieder Sache des Volkes werden», sagt Michael Fitzi, Vereinspräsident und Mitglied des Schulrats Thal. Eine Genehmigung durch den Kantonsrat sei daher sinnvoll. Dasselbe Ziel verfolgt die SVP-Fraktion; sie hat in der Junisession dazu eine Motion eingereicht.

Vorteile nicht eingetroffen

Sandro Wasserfallen, SVP-Kantonsrat und Sekundarlehrer, ist Vereinsmitglied. Der frühere HarmoS-Befürworter ist heute ein klarer Gegner. Die erhofften Vorteile (einfacherer Schulwechsel) seien nicht eingetroffen, die Nachteile bereits stark spürbar (enges Korsett, Entmachtung der kantonalen Hoheit). (rw)

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