Kantonsgericht weist Berufung ab

ST. GALLEN. Das Kantonsgericht St. Gallen hat einen Entscheid des Kreisgerichts Rheintal bestätigt. Die Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren für einen 40jährigen Ägypter bleibt damit bestehen. Er hat einem Syrer in den Hals gestochen.

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ST. GALLEN. Das Kantonsgericht St. Gallen hat einen Entscheid des Kreisgerichts Rheintal bestätigt. Die Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren für einen 40jährigen Ägypter bleibt damit bestehen. Er hat einem Syrer in den Hals gestochen. Die Vorinstanz hatte den Asylbewerber im Februar wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verurteilt. Es sah es als erwiesen an, dass er im April 2012 in Rheineck dem schlafenden Syrer ein Messer in den Hals gestossen hatte. Das Opfer überlebte die Messerattacke.

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschuldigte Berufung. Das Opfer und zwei andere Männer, mit denen er in einer Wohnung untergebracht gewesen sei, hätten ein Komplott gegen ihn geführt, hatte er erklärt. Sie hätten ihn loswerden wollen. Immer wieder habe es Streit gegeben. Sie hätten sich über seine gesundheitlichen Probleme lustig gemacht. Der Syrer habe sich selber verletzt, um von der Schweiz Papiere zu erhalten und ihn ins Gefängnis zu bringen.

Das Kantonsgericht wies die Berufung nun ab. In einem Gutachten ist festgehalten, dass der Mann an Wahnvorstellungen und an Schizophrenie leidet. Deshalb wurde für ihn eine ambulante Massnahme angeordnet. (cis)