Kantonsgericht reduziert Strafe für Raser

ST. GALLEN. Das Kantonsgericht St. Gallen hat die Strafe für den Raser von Staad von sechs auf fünf Jahre reduziert. Der Mann hatte vor drei Jahren einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein 53jähriger Pizzakurier ums Leben kam.

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ST. GALLEN. Das Kantonsgericht St. Gallen hat die Strafe für den Raser von Staad von sechs auf fünf Jahre reduziert. Der Mann hatte vor drei Jahren einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein 53jähriger Pizzakurier ums Leben kam.

Das Bezirksgericht Rorschach hatte den Raser im Dezember 2013 wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher Gefährdung des Lebens zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Das Kantonsgericht bestätigte das Urteil weitgehend, senkte die Strafe aber um ein Jahr. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

«Rücksichtsloses Verhalten»

Das Verhalten des 23jährigen Angeklagten sei leichtsinnig und rücksichtslos gewesen, heisst es in dem gestern publizierten Urteil. Ein Schuldspruch wegen vorsätzlicher Tötung, den die Familie des Opfers verlangt hatte, sei wegen der strengen bundesgerichtlichen Voraussetzungen nicht möglich. Im Berufungsverfahren vom Dienstag verlangte der Verteidiger Freisprüche vom Vorwurf der mehrfachen Gefährdung des Lebens und von den Verkehrsregelverletzungen. Der 23jährige Mann, der im vorzeitigen Strafvollzug sitzt, sei zu einer Freiheitsstrafe von höchstens 30 Monaten, davon 24 Monate bedingt, zu verurteilen.

Innerorts mit Tempo 120

Der Beschuldigte war am 17. Januar 2012 betrunken mit seinem 420 PS starken Auto von Rorschach in Richtung Rheineck gerast. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und rammte den Kleinwagen eines 53jährigen Pizzakuriers frontal. Der türkische Familienvater wurde im Wrack eingeklemmt und starb noch am Unfallort. Der Unfallverursacher und sein Mitfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. Gemäss der Unfalluntersuchung war der Raser mit 105 bis 120 km/h durch die Tempo-50-Zone gefahren, als er die Kontrolle über das Auto verlor. (sda)