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Kantonsgericht bestätigt Urteil: Syrer zu Freiheitsstrafe von 39 Monaten verurteilt

Ein Mann aus Syrien hat sich vergeblich gegen eine Haftstrafe und die Landesverweisung gewehrt.
Claudia Schmid
Der Prozess fand am Kantonsgericht St.Gallen statt. (Bild: Ralph Ribi)

Der Prozess fand am Kantonsgericht St.Gallen statt. (Bild: Ralph Ribi)

Dem 35-jährigen Beschuldigten wurde vorgeworfen, er habe während eines Streits versucht, seiner Verlobten die Augäpfel herauszureissen. Die Auseinandersetzung geschah, nachdem die Frau ihm sagte, sie wolle nichts mehr von ihm wissen. Monate zuvor war von den Eltern in Syrien eine Heirat arrangiert worden.

Das Hochzeitsfest fand allerdings in Abwesenheit des Beschuldigten statt. Der Schwiegervater hatte die Reise seiner Tochter bis nach Deutschland organisiert. Von dort brachte sie der Beschuldigte illegal in die Schweiz, wo die Frau im Asylzentrum Oberbüren lebte. An der Berufungsverhandlung vom Montag hatte der Syrer die Tat bestritten. Er habe der Frau lediglich eine Ohrfeige gegeben, nachdem sie ihn beleidigt und erniedrigt habe. Nun hat das Kantonsgericht St. Gallen sein Urteil veröffentlicht. Es hat zwar den Entscheid des Kreisgerichts Wil aufgehoben, aber dennoch die wesentlichsten Punkte bestätigt.

Freiheitsstrafe von 39 Monaten

Damit erhielt der Beschuldigte Schuldsprüche wegen versuchter schwerer Körperverletzung, versuchter Nötigung und Widerhandlung gegen das Ausländergesetz. Das Kantonsgericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 39 Monaten und zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 10 Franken. Der Vollzug der Geldstrafe wird mit einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben.

Fünf Jahre Landesverweis

Für die Dauer von fünf Jahren wird der Mann des Landes verwiesen. Zudem wird eine Ausschreibung im Schengener Informationssystem angeordnet. Seine Verteidigerin hatte an der Berufungsverhandlung gegen eine Landesverweisung plädiert. Werde ihr Mandant in seine Heimat abgeschoben, sei sein Leben stark gefährdet, hatte sie betont.

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