Kantonalbank
Die TKB ist 150 Jahre alt - «Magsch nüme, René?»

Die Thurgauer Kantonalbank feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit Gästen aus Wirtschaft und Politik. Über 300 Gäste kamen in die Frauenfelder Rüegerholzhalle.

Evi Biedermann
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René Bock, Präsident des TKB-Bankrates, auf der Bühne mit Mona Vetsch, der Moderatorin des Jubiläumsanlasses.

René Bock, Präsident des TKB-Bankrates, auf der Bühne mit Mona Vetsch, der Moderatorin des Jubiläumsanlasses.

Andri Vöhringer

Man nehme eine im ganzen Kanton verankerte Jubilarin, etwa ein Dutzend mit ihr tief verbundene Mitarbeiterinnen, Ehemalige und Informanten und lege alles vertrauensvoll in die Hände von Mona Vetsch und Pepe Lienhard: Der Erfolg des Abends ist garantiert. Die Thurgauer Fernsehfrau und Moderatorin und der Wahlthurgauer Bandleader sorgten am Jubiläumsanlass «150 Jahre TKB» für beste Unterhaltung.

Über 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren am Donnerstag in der Rüegerholzhalle zugegen, Einlass gab es nur mit einem gültigen Covid-Zertifikat. Gaumen und Magen wurden mit exquisiten Häppchen des Egnacher Landgasthofs Seelust beglückt. Mona Vetsch sah toll aus in ihrem feuerroten Hosenanzug, und die Pepe Lienhard Band präsentierte bereits wenige Minuten nach Eröffnung des Abends ein feuriges Potpourri ihrer bekanntesten Hits wie «Swisslady», «Shila» und «Piccolo Man».

Von links: Roland Wyss, Regierungsrat Urs Martin, Nationalrätin Edith Graf-Litscher und Hanspeter Hutter.

Von links: Roland Wyss, Regierungsrat Urs Martin, Nationalrätin Edith Graf-Litscher und Hanspeter Hutter.

Andri Vöhringer

Ohne Skandale durch die 150 Jahre

Im Verlauf des Abends sprach Mona Vetsch in zwei locker moderierten Blocks mit Exponenten der Bank, Mitarbeiterinnen, Verbündeten und Ehemaligen über deren Erfahrungen mit dem grössten Finanzinstitut des Kantons. Dass man dabei aufpassen muss, was man Moderatorin Vetsch im Vorfeld erzählt, erfuhr der Historiker Adrian Scherrer, der die TKB-Geschichte für das Jubiläum aufgearbeitet hat. «Ein langweiliger Job, haben Sie mir gesagt», plauderte Mona mit erfrischender Offenheit aus. Um eine Antwort nicht verlegen, meinte Scherrer dazu: «Im Grunde schon, es hat nie irgendwelche Skandale gegeben oder sonst schlimme Geschichten.»

Von links: Thomas Weihrich, Roland Kyburz, Martin Juchli und der Weinfelder Stadtpräsident Max Vögeli.

Von links: Thomas Weihrich, Roland Kyburz, Martin Juchli und der Weinfelder Stadtpräsident Max Vögeli.

Andri Vöhringer

«Auf klare Werte aufgebaut»

Genau dies stehe für den Erfolg der TKB, sagte René Bock, der später in seiner kurzen Rede als Bankratspräsident ebenfalls auf den topsoliden Werdegang der TKB verwies. «Wir haben unsere Geschichte auf klaren Werten gebaut.» Es seien dies Demut, Bodenständigkeit, Kundennähe und das stete Suchen nach einer Lösung. Dennoch sprach ihn Mona im Zwiegespräch auf seinen bereits angekündigten Rücktritt an und meinte besorgt: «Magsch nüme, René?» Zu Wort kamen auch Bernhard Koch, der 2014 als Thurgauer Finanzdirektor beim Börsengang der TKB zuständig war, und der Unternehmer Peter Schütz.

Begegnungen auf Augenhöhe

Die TKB als Arbeitgeberin beleuchteten im zweiten Block mit Mona Vetsch CEO Thomas Koller und der einstige Direktor Hans Michel, Jeanine Real, stellvertretende Personalchefin, sowie Bettina Steinemann, die vor sechs Jahren die Lehre bei der TKB begann. Heute sprüht sie vor Begeisterung für ihren Job. Das Coolste sei die Du-Kultur im ganzen Unternehmen, sagte die junge Kundenberaterin aus Aadorf. «Es ermöglicht eine Begegnung auf Augenhöhe und schafft Verbindung zueinander.» Den eindrücklichen Werdegang der Bank dokumentierte eine Zeitreise zurück zu den Anfängen mit gezeichneten Bildern, die über eine Leinwand flimmerten. Die Geschichten dazu erzählte die Schauspielerin Heidi Maria Glössner.

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