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Gas geben und Kurven drehen: 150 Einachser brausten in Salen-Reutenens über die super Piste

Spektakuläres Einachserrennen in Salen-Reutenen: 150 Einachser brausten an der siebten Ausgabe über die präparierte Wiese. Es war ein voller Erfolg für Fahrer und auch sehr zur Freude des Publikums.

Manuela Olgiati
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Ein Teilnehmer am Einachserrennen.

Ein Teilnehmer am Einachserrennen.

Bild: Reto Martin

Erdbrocken wirbeln durch die Luft, wenn die Piloten auf ihren vier Rädern fast ein bisschen vom Boden abheben. Zwei spektakuläre Tage auf dem Seerücken mit aufgestellten Fahrern und Besuchern. Am Samstag fand das beliebte Beschleunigungsrennen mit Motorrädern und Einachser statt. Auch am Sonntag war die siebte Ausgabe des Einachserrennens Adrenalin pur. Ok-Chef Simon Herzog sagt:

«Das Einachserrennen ist ein unkomplizierter Anlass.»

Mit der neuen Zeitmessanlage sei vieles einfacher zu bewältigen. Vater Ueli Herzog und Sohn Simon Herzog stehen mit einem Team an 80 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Am Samstag waren noch beide Herzogs in Ihren Kategorien am Start.

Am Sonntagmorgen halten sich Fans unter Sonnenschirme und auf Festbänken auf. Speaker Chris Berger schwärmt vom eingespielten Team und einem «sensationellen Maschinenpark an Pistenfahrzeugen». Rennfahrer campieren mit Camper und Servicewagen auf dem Gelände.

Schnell und schräg in die Kurve

Auf der Rennstrecke sind sie mit zwischen fünf bis 200 PS starken Boliden teilweise in waghalsigen Stellungen unterwegs. «Die Strecke bei der ‹Lommiserkurve› hat es in sich», sagt der Speaker. Denn für die vorderen Ränge braucht es Speed.

Impressionen vom Einachserrennen in Salen-Reutenen.
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Impressionen vom Einachserrennen in Salen-Reutenen.

Bild: Reto Martin

Nach drei Runden ist Corina Meili, die Lokalmatadorin enttäuscht. Die Dragrace-Motocrösslerin aus Hörhausen wollte: «Das Team Seeruggä erfolgreich vertreten.» Doch schon macht sich die Kategorie Allrad bereit. Sandro Bruderer aus Oberegg sagt:

«Nach einem solchen Rennen kann mal etwas an der 240 Kilogramm schweren Maschine kaputt gehen.»

Das trübt seine Stimmung nicht, denn er sagt verschmitzt. «Fahrer sind handwerklich geschickt.»

«Auch wenn ich nicht gewinne, freue ich mich auf das Rennen im selbst gebauten Einachser, Kategorie Standard», sagt auch der 28-jährige Josias Maier aus Felben-Wellhausen. Nur vier solche Holztransporter sind auf der Fahrerliste am Samstag. Auch Sven Schäfli aus Lanzenneunforn ist wieder am Start. Viele Fahrer treten in verschiedenen Kategorien an. Mirco Kohler aus Herisau fährt einen Einachser Frontantrieb Eigenbau. Er sagt: «Ich komme jedes Jahr auf den Seerücken, weil die Bedingungen stimmen.» Besucher Gerry Baumann aus Illhart sagt:

«Die Einachser haben Wetterglück.»

Und Besucher Erich Schaffer aus Pfyn gefällt die Atmosphäre. Er sei das erste Mal an einem Einachserrennen in Salen-Reutenen. Einige 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten sich über beide Tage auf dem Gelände auf. Festwirt Bruno Goldinger sorgt mit Grilladen und kühlen Getränken für die nötige Stärkung von Fahrern und Gästen. Den Anlass umrahmten am Sonntag musikalisch vier «Örgeli Bueben» vom Seerücken.

Ueli Herzog, seit über 30 Jahren im Motocross- respektive Einachsergeschäft, bekam von den Besucherinnen und Besuchern Komplimente und Simon Herzog ist froh, bei Andrea und Gödel Eichenberger auf ihrem idealen Renngelände diesen Anlass immer wieder durchführen zu dürfen.

Die Ranglisten sind online aufgeschaltet.