KANTON ST.GALLEN: E-Bike-Unfälle: Fahrer sind oft betrunken

Die Kantonspolizei St.Gallen macht in einem Communiqué auf "alarmierende Zahlen" bei E-Bike-Unfällen aufmerksam. Auffallend ist dabei die Hauptunfallursache.

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Die Anzahl der E-Bike-Unfälle ist gemäss St.Galler Kantonspolizei "alarmierend". (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Die Anzahl der E-Bike-Unfälle ist gemäss St.Galler Kantonspolizei "alarmierend". (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE))

Die Kantonspolizei St.Gallen hat einen erheblichen Anstieg der Unfallzahlen mit Beteiligung von E-Bikes festgestellt. Waren es im ganzen Jahr 2016 noch 18 Unfälle, so haben sich bis im September 2017 bereits 29 Unfälle mit E-Bikes als Hauptverursacher ereignet. Zwei Unfälle mit einer Beteiligung von E-Bikes endeten für deren Fahrer tödlich. Im Jahr 2016 hatte ein E-Bike-Unfall einen tödlichen Ausgang.

Auffallend ist laut Medienmitteilung die Hauptunfallursache: Diese war bei acht Unfällen auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen beobachten konnte, würden zwar viele Verkehrsteilnehmer das Auto stehen lassen, stattdessen aber in alkoholisiertem Zustand mit dem E-Bike nach Hause fahren. Diese Entwicklung sei besorgniserregend und führe unter anderem zu diesem sprunghaften Anstieg der Unfallzahlen. Auch beim Fahren mit einem E-Bike gilt der Alkoholgrenzwert von 0,5 Promille. 

Bei rund der Hälfte der Unfälle im Jahr 2017 trugen die Fahrer der E-Bikes keinen Helm. Auch wenn nicht bei allen E-Bike-Kategorien eine Helmtragpflicht besteht, sei das Tragen eines Helms insbesondere bei E-Bikes dringend zu empfehlen, schreibt die Polizei. Dadurch könnten schweren Verletzungen vorgebeut werden.

Dass das E-Bike im Trend ist, belegen die Verkaufszahlen. Im Jahr 2016 wurden gemäss Zahlen von Velosuisse gegenüber dem Vorjahr 14 Prozent mehr E-Bikes verkauft. Die Kantonspolizei St.Gallen rät Fahrern von E-Bikes, sich mit den Fahrzeugen langsam vertraut zu machen oder einen der vielerorts angebotenen Fahrkurs zu besuchen. (kapo/jmw)