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KANTON ST.GALLEN: Bankräuber auf der Flucht: Er suchte in einem unbeobachteten Moment das Weite

Ende April ist einem Bankräuber die Flucht aus der Strafanstalt Saxerriet gelungen. Bisher konnte der 55-Jährige nicht gefasst werden. Öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben wird der ausgebüxte Insasse jedoch nicht.
Alexandra Pavlovic
Der geflohene Bankräuber war in der Strafanstalt Saxerriet in Salez inhaftiert. (Bild: Benjamin Manser)

Der geflohene Bankräuber war in der Strafanstalt Saxerriet in Salez inhaftiert. (Bild: Benjamin Manser)

Nicht in aller Öffentlichkeit, sondern klammheimlich läuft derzeit die Suche nach einem aus der Strafanstalt Saxerriet in Salez geflohenen Bankräuber. Vor wenigen Tagen ist einem 55-Jährigen gemäss «20 Minuten» während eines Arbeitseinsatzes im offenen Vollzug die Flucht gelungen. Wie Gefängnisdirektor Martin Vinzens auf Nachfrage von "Tagblatt Online" bestätigt, ist der ehemalige Insasse aus dem Arbeitsbereich der Strafanstalt geflüchtet.

«Der 55-Jährige ist am Fluchttag einer landwirtschaftlichen Arbeit nachgegangen.» Man habe anschliessend Sofortmassnahmen zur Festnahme eingeleitet, allerdings ohne Erfolg. Wie aber konnte es überhaupt zur Flucht kommen? «Nach ersten Erkenntnissen hat der Insasse einen unbeobachteten Moment während der landwirtschaftlichen Arbeit zur Flucht ausgenutzt», sagt Joe Keel, Leiter Amt für Justizvollzug des Kantons St.Gallen. Kritik, wonach der 55-Jährige zu wenig stark überwacht war, weist Keel zurück. «Wir haben keine Lücken im System oder Mängel bei der Überwachung festgestellt. Deshalb sind auch keine Sofortmassnahmen notwendig.» Er betont, dass in der Strafanstalt Saxerriet keine gefährlichen Schwerverbrecher inhaftiert seien. Im offenen Vollzug würden die Personen auf das Leben in Freiheit vorbereitet. «Wenn die Insassen nun einer Arbeit im Freien nachgehen, ist eine lückenlose Überwachung durch die Mitarbeitenden schlicht nicht möglich und auch nicht im Sinn des offenen Vollzugs.»

"Keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit"

Wie Keel weiter erklärt, gibt es bei Straftätern zudem eine Aufgabenteilung zwischen dem einweisenden Kanton und der Vollzugseinrichtung. «Beim besagten 55-Jährigen ist der Kanton Glarus der einweisende Kanton.» Aufgrund von dessen Einstufung wurde der Mann in der Strafanstalt Saxerriet platziert. «In der offenen Strafanstalt Saxerriet werden nur Personen inhaftiert, die als nicht besonders gefährlich gelten und bei denen keine Fluchtgefahr besteht», so Keel. Das habe auch auf den 55-jährigen Insassen zugetroffen. Da von dem Insassen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe, wurde bisher auch noch keine öffentliche Fahndung ausgelöst, erklärt der Leiter des St.Galler Amts für Justizvollzug.

Hanspeter Krüsi, Chef Kommunikation der St.Galler Kantonspolizei, bestätigt Keels Aussage. Die Fahndung laufe bisher nicht öffentlich. Damit die Suche jedoch schneller zum Erfolge führe, werde jeder, der aus einer Haftanstalt entweiche gleichzeitig automatisch ins Schweizerische Fahndungsregister eingetragen.

Überfall auf die Raiffeisenbank Näfels

Der geflohene 55-Jährige hat im März 2017 mit einer Waffe die Raiffeisenbank in Näfels überfallen und die Angestellten bedroht. Er erbeutete mehrere tausend Franken. In unmittelbarer Umgebung der Bank konnte er damals von der Polizei festgenommen werden. (red.)

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