Kanton spart bei den Berufsschulen

Das Berufsbildungsamt plant eine Umstrukturierung der Berufsfachschulen und argumentiert mit der demographischen Entwicklung. Fakt ist jedoch auch: Durch die Zusammenlegung von Klassen werden jährlich 700 000 Franken eingespart.

Sarah Schmalz
Drucken
Teilen
Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarganserland ist von den Sparmassnahmen am meisten betroffen. (Bild: pd)

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarganserland ist von den Sparmassnahmen am meisten betroffen. (Bild: pd)

Sieben Klassen will der Kanton St. Gallen bei seinen Berufsfachschulen einsparen. Ruedi Giezendanner, Leiter des Amts für Berufsbildung, will die Änderungen nicht nicht nur als finanzielle Massnahmen verstanden wissen. wissen: Die Reorganisation sei durch einen demographischen Rückgang bei vielen Berufen nötig geworden. Der Kanton erhoffe sich durch die Änderungen eine grössere Planungssicherheit und Optimierung bei der Klassenbildung. Doch Giezendanner sagt auch: «Das Kantonsparlament hat uns im Rahmen des Sparpakets 2 den Auftrag gegeben, bei den Berufsschulen 700 000 Franken einzusparen. Diese Forderung erfüllen wir mit den getroffenen Massnahmen.»

Daniel Thommen, Präsident der Ostschweizer Sektion des Beruffschullehrerverbandes steht den Massnahmen kritisch gegenüber: «Die Berufsbildung des Kantons St. Gallen gehört bereits heute zu den günstigsten der Schweiz. Noch mehr Einsparungen schaden der Qualität der Schulen.»

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 26. September.