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Kanti Pfäffikon nur als Ausnahme

Schüler aus dem Linthgebiet dürfen die Kanti Ausserschwyz nur besuchen, wenn es in Wattwil keinen Platz hat. Dies hält die neue Vereinbarung der Kantone fest. Dafür zahlen Eltern weniger Schulgeld.
Ramona Kriese
Die Kantonsschule Wattwil soll weiterhin ausgelastet sein. (Bild: Michel Canonica)

Die Kantonsschule Wattwil soll weiterhin ausgelastet sein. (Bild: Michel Canonica)

RAPPERSWIL-JONA. Die Bedingung bleibt die alte, aber sie ist nun deutlicher formuliert: Schüler aus Rapperswil-Jona oder Eschenbach dürfen nur dann auf Wunsch in Pfäffikon das Gymnasium besuchen, wenn die Klassen an der Kanti Wattwil voll sind. Dies hält die neue Vereinbarung der Kantone St. Gallen und Schwyz fest. Wie die Staatskanzlei St. Gallen mitteilte, haben die Regierungen die Vereinbarung angepasst, die den Besuch von Schülern aus dem Linthgebiet in der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) regelt. Die bisher gültige Regelung geht zurück aufs Jahr 1989 und sei nicht mehr zeitgemäss, erklärt Christoph Mattle, Leiter Amt für Mittelschulen im Kanton St.Gallen.

Drei Bedingungen zu erfüllen

Die Vereinbarung zeigt: Die St. Galler Regierung hält am Grundsatz fest, dass Schüler aus dem Linthgebiet nicht einfach auf Wunsch in Pfäffikon die Matura machen können, weil sie den kürzeren Anfahrtsweg nach Pfäffikon bevorzugen. Vielmehr muss, um dies zu erlauben, die Kanti Wattwil zwingend ausgelastet sein. Auch die Eltern müssen dem Schulort Pfäffikon zustimmen. In jedem Fall aber, so heisst es in der neuen Vereinbarung, besteht «kein Anspruch auf den Besuch der KSA». Denn auch dort muss in den Klassen Platz für zusätzliche Schüler aus dem Linthgebiet sein.

Mattle erklärt es wie folgt: Damit ein St. Galler Schüler in Pfäffikon die Kanti besuchen kann, müssen drei Punkte zutreffen. «Er muss es wollen, St. Gallen muss ihn gehen lassen und Schwyz muss ihn aufnehmen wollen.» Sind diese Voraussetzungen erfüllt, übernimmt der Kanton St. Gallen für jene Schüler aus dem Linthgebiet auch weiterhin das Schulgeld. Die Kantonsbeiträge werden von bisher 7000 auf neu 10 000 Franken pro Schüler und Jahr erhöht. Die bisherigen 7000 Franken seien ein ungewöhnlich tiefer Beitrag, der heute so nicht mehr angemessen sei, erläutert Mattle.

Wattwil braucht Linthgebietler

Tiefer fällt künftig der Betrag aus, den die Eltern der betroffenen Schüler entrichten müssen: Bisher mussten sie 1000 Franken selber berappen, neu sind es 700. Dies, weil Schwyz den Elternbeitrag von bisher ebenfalls 1000 auf 700 Franken senkt. Gemäss der Vereinbarung sind Schwyzer und St. Galler Schüler gleichgestellt.

Im Vordergrund stehe eine gute Auslastung der Kantonsschule Wattwil, sagt Mattle: «Wir sind froh um die Schüler aus dem Linthgebiet. Ohne sie könnten wir die Kanti Wattwil nicht füllen.» Jedoch sei man dankbar, bei vielen Anmeldungen auf Pfäffikon zurückgreifen zu können: 25 Schüler beträgt die maximale Klassengrösse in Wattwil. Bei 26 belasse man die Klasse so und warte noch die Probezeit ab. Erfahrungsgemäss fallen nach dem ersten Halbjahr acht Prozent der Schüler durch und die Klassen schrumpfen. Bei 27 Schülern jedoch dränge sich eine zweite Klasse auf – «und das kostet.» Da biete es sich an, zwei Schüler nach Pfäffikon zu schicken, die das ohnehin möchten.

Aktuell besuchen 20 Schüler aus dem Linthgebiet die Kanti Ausserschwyz; verteilt auf vier Jahrgänge. Laut Mattle soll diese Zahl künftig etwa gleich bleiben. Mit der neuen Vereinbarung ist ein Schülerexport im grösseren Stil vom Tisch. So hatte es auch die St. Galler Regierung beim Entscheid für die Sanierung der Kanti Wattwil kommuniziert.

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