KANDIDATUR für ESAF2025
Für das grosse Schwingfest zeigt sich die Stadt St.Gallen im Werbevideo als kleines Dorf

Die Organisatoren des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2025 haben ein Video produziert, in dem sie den Austragungsort für das Fest bewerben. St.Gallen punktet dabei mit provinziellem Charme.

Raphael Rohner
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Um den Zuschlag für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest im Jahr 2025 nach St.Gallen zu holen, reichen die möglichen Austragungsorte Videos ein. So auch das Komitee in St.Gallen: Das Video beginnt bei einem Stall. Im morgendlich-dämmrig blauen Licht scheint der Eingang zu einem Landwirtschaftsbetrieb geradezu goldig zu schimmern. Musikalisch ist der Einstieg ebenfalls sehr traditionell untermalt: Der Jodelklub Wattwil singt das Lied «De Neuhuser» und ein Landwirt erzählt, was er an der Stadt St.Gallen so mag.

Bratwurst mit Senf und Appenzellermusik im «National»

Eine Frau in einem St.Galler Stickerei-Kleid führt danach Szene um Szene durch den Film an verschiedene Schauplätze der St.Galler Traditionen: Ob im Käseladen per Du angesprochen zu werden und einmal «wie immer» einzukaufen, am Bauernmarkt Johannisbeeren zu kaufen oder am Bratwurtststand über die Auswärtigen zu grinsen, welche die Todsünde begehen, eine Wurst mit Senf zu bestellen: Alles hat seinen Auftritt.

22 Bilder

Bilder: zVg

Wenn die Geschichte des Videos auch noch eine gemütliche Runde im Restaurant «National - zum goldenen Löwen» zeigt und eine Toggenburger Formation einen Schottisch spielt, mag es für Stadt St.Gallerinnen und Stadt St.Galler wohl einen Tick zu viel Folklore sein. «Es geht schliesslich um die Schwinger und die Kultur eines Älplerfestes, unser ländlicher Teil des Kantons soll auch repräsentiert sein», sagt der Präsident des Organisationskomitees, Michael Götte. Er ist zuversichtlich:

«Ich bin überzeugt, St.Gallen ist genau der richtige Ort für ein solches Fest. Mit diesem Video versuchen wir die Delegierten des Eidgenössischen Schwingerverbands zu überzeugen und Austragungsort zu werden.»
Bei den Dreharbeiten ging es ins Sägemehl.

Bei den Dreharbeiten ging es ins Sägemehl.

Bild: zVg

Heimsieg im St.Galler Sägemehl?

Die Bilder des Films wirken stimmig und sollen ein Bild vermitteln, das die Stadt St.Gallen als ländlicher Ort in Erscheinung treten und man diese Werte auch bei einem Eigenössischen vertreten kann. Zumal in der Stadt auch Schwingvereine ansässig sind und es die jungen Bösen durchaus in die Schlussgänge hiesiger «Schwingeten» schaffen. Damit schliesst das Werbevideo auch ab: Mit Stadt St.Galler Nachwuchsschwingern, die ganz nach oben wollen um einst im Schlussgang am St.Galler Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest Schwingerkönig zu werden.

Das Komitee für das Eigenössische Schwing- und Älplerfest zeigt das ganze Video am Montagabend um 20 Uhr in einem Livestream:

https://www.esaf2025.sg