Kampf gegen Ungerechtigkeiten als Lebensmittelpunkt

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Frank Urbaniok, forensischer Psychiater und Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes der Stadt Zürich, hat verschiedene Profile von «Querulanten» definiert. Aufgeführt sind unter anderem ausführliche Briefe, Beschwerden und/oder gerichtliche Klagen aufgrund tief empfundener Ungerechtigkeiten. Dazu gehört auch eine stark subjektiv geprägte Interpretation von Geschehnissen. Zu Urbanioks Leitfragen gehört auch, ob diese «querulatorischen Aktivitäten» zu einer Art identitätsstiftendem Lebensmittelpunkt geworden sind und ob es in diesem Zusammenhang zu Drohungen kommt.

Der bekannte Experte fragt sich im Rahmen dieser Profileigenschaften auch, ob der Betroffene «im Rahmen der subjektiv empfundenen Ungerechtigkeiten zu starker affektiver Erregung, Feindseligkeit und Wut» neigt. (cz)