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KAMPAGNE: Comics gegen Hundedreck

Täglich freut sich der Präsident des Schweizer Tierschutzes STS aus Bottighofen bei Kreuzlingen auf den Comic «Tierische Zeiten» in dieser Zeitung. Dank ihm zieren dessen Protagonisten nun eine Plakataktion.
Simon Roth

Simon Roth

simon.roth@tagblatt.ch

Jeden Tag spaziert Heinz Lienhard in Bottighofen bei Kreuzlingen mit seiner Husky-Hündin Shayna am Bodensee entlang. Die Ruhe abseits von Bürotrubel und klingelnden Telefonen inspiriert den 81-jährigen Präsidenten des Schweizer Tierschutzes STS. Unter anderem fiel ihm die Idee für die neuste Plakataktion des Vereins ein. Sie macht Hundebesitzer darauf aufmerksam, den Kot ihrer Tiere einzusammeln.

Von Anfang an war Lienhard klar, dass Oskar – der Hund aus seinem Lieblingscomic Tierische Zeiten – die Hauptrolle spielen soll. Seit Jahren ist der Pensionär, der zu 70 Prozent für den STS tätig ist, ein «Riesen-Fan» des Comics. Dieser ist täglich in unserer Zeitung zu lesen. «Ich freue mich jeden Tag auf den Comic von Herrn Brandt», sagt Lienhard. Lebhaft erinnert er sich an einige Comics, die in den vergangenen Tagen erschienen sind und es ihm besonders angetan haben. Diese sieht er immer noch deutlich vor seinem geistigen Auge. Die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke Oskars faszinierten ihn sehr. Diese verstärkten den Humor der Geschichten. Genau darum geht es Lienhard bei der aktuellen Plakatkampagne. Es gebe bereits viele Plakate, die auf das Litteringproblem hinwiesen, doch diese seien ihm zu sachlich. Dies verhindere, dass das Anliegen auf Beachtung stosse.

Zeichner dermassen gerührt, dass er zugesagt hat

Beinahe wäre die Aktion nicht zu Stande gekommen. Als Lienhard den Zeichner Andreas Brandt anrief, um ihn für die Kampagne zu gewinnen, sei dieser kurz davor gewesen abzulehnen. Der Deutsche habe bei seinen vielseitigen Engagements fast keine Zeit, nebenbei Aufträge anzunehmen. Das Thema begeisterte den Hundefreund aber sofort und der Anruf Lienhards habe ihn dermassen gerührt, dass er sich sagte: «Das musst du einfach machen.»

Lienhard sei zudem ein grossartiger Kunde. Als einzige Vorgabe mussten die drei Figuren aus dem Comic Tierische Zeiten auf das Plakat – Oskar, Frauchen und Herrchen. Brandt hatte also freie Hand beim Zeichnen. «Als jahrelanger Hundehalter weiss ich, was einen quält und erfreut», sagt Brandt. Vom Ergebnis sei Lienhard sofort begeistert gewesen und bestand darauf, dass der Cartoonist den Vorabdruck signiere. «Ich fand diese Bitte unglaublich süss, weil es so selten vorkommt, dass man Rückmeldungen zu seiner Arbeit erhält.»

Seit Ende Februar läuft die Plakataktion schweizweit. Gemeinden und Interessierte können beim Schweizer Tierschutz Plakate beziehen. Innerhalb eines Monats seien 3984 Bestellungen eingegangen. «Das ist eine sensationelle Zahl», sagt Lienhard. Die Aktion werde im kommenden Jahr ziemlich sicher weitergezogen. Ob es dann neue Plakate mit seinem Liebling Oskar gebe, weiss er noch nicht.

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