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KALTBRUNN/RAPPERSWIL: Pnos in Kaltbrunn – Antifa in Rapperswil

Die Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) hat in Kaltbrunn die Gründung von fünf Ostschweizer Sektionen gefeiert. Die Polizei wollte nach dem Vorfall in Unterwasser nichts falsch machen und war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Widerstand gab es seitens der Antifa, die zur Gegendemo aufrief.
Michael Genova
In einer Festbaracke des Gasthaus Löwen in Kaltbrunn hielt die Pnos die Gründungsfeier ab. (Bild: Urs Zweifel)

In einer Festbaracke des Gasthaus Löwen in Kaltbrunn hielt die Pnos die Gründungsfeier ab. (Bild: Urs Zweifel)

KALTBRUNN/RAPPERSWIL. Zahlreiche Kamerateams, Fotografen und Journalisten reisten am Samstagabend nach Kaltbrunn. Die rechtsextreme Pnos hatte im Gasthaus Löwen zur Gründung von fünf Ostschweizer Sektionen eingeladen. Um halb sieben trat Pnos-Chef Dominic Lüthard vor die versammelten Medienleute . "Wir haben hier eine Parteiveranstaltung und kein Konzert mit 5000 Leuten", sagte er in Anspielung auf die Toggenburger Gemeinde Unterwasser. Dort trafen sich vor einer Woche Tausende Neonazis zu einem Rockkonzert.

Lüthard betonte, dass es sich um einen privaten Anlass handle, der Parteimitgliedern vorbehalten sei. Es gehe darum Leiter für die neuen Ostschweizer Sektionen zu wählen. Zum grossen Medieninteresse sagte der Pnos-Chef: "Persönlich macht mir das nicht viel aus." Für die Besucher des Parteianlasses hingegen sei es "nicht schön".

Grossaufgebot der Polizei
Die St.Galler Kantonspolizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Mehrere Beamte hatten mit Einsatzfahrzeugen vor dem Gasthaus Löwen Position bezogen. Ein Polizeisprecher wollte am Abend keine weiteren Details zum Einsatz bekanntgeben. Am Samstagnachmittag hatte die Antifa zu einer Gegendemonstration aufgerufen, die in Rapperswil stattfand. Während der Pnos-Veranstaltung waren mehrere Einsatzwagen auf der Strasse unterwegs.

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Pnos-Chef Domini Lüthard steht den Journalisten Red und Antwort. (Bild: Manuela Matt)Pnos-Chef Domini Lüthard steht den Journalisten Red und Antwort. (Bild: Manuela Matt)
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Pnos-Chef Domini Lüthard. (Bild: Manuela Matt)Pnos-Chef Domini Lüthard. (Bild: Manuela Matt)
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Das Restaurant Löwen in Kaltbrunn. (Bild: Benjamin Manser)Das Restaurant Löwen in Kaltbrunn. (Bild: Benjamin Manser)
Bild: Urs ZweifelBild: Urs Zweifel
EXTREMISMUS, PARTEI NATIONAL ORIENTIER SCHWEIZER, (Bild: Benjamin Manser)EXTREMISMUS, PARTEI NATIONAL ORIENTIER SCHWEIZER, (Bild: Benjamin Manser)
Pnos-Chef Domini Lüthard stellt sich den Fragen der Medien. (Bild: Urs Zweifel)Pnos-Chef Domini Lüthard stellt sich den Fragen der Medien. (Bild: Urs Zweifel)
Hinter dem Gasthaus befindet sich das Party-Chalet, in dem die Feier abgehalten wurde. (Bild: Benjamin Manser)Hinter dem Gasthaus befindet sich das Party-Chalet, in dem die Feier abgehalten wurde. (Bild: Benjamin Manser)
EXTREMISMUS, PARTEI NATIONAL ORIENTIER SCHWEIZER, (Bild: Benjamin Manser)EXTREMISMUS, PARTEI NATIONAL ORIENTIER SCHWEIZER, (Bild: Benjamin Manser)
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Polizisten umzingeln am Rapperswiler Bahnhof die Antifaschisten. (Bild: Manuela Matt)Polizisten umzingeln am Rapperswiler Bahnhof die Antifaschisten. (Bild: Manuela Matt)
Kein Durchkommen der Antifa-Demo. (Bild: Manuela Matt)Kein Durchkommen der Antifa-Demo. (Bild: Manuela Matt)
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Pnos-Feier und Antifa-Demo



"Wollen nicht Kriegerlis spielen"
Die Pnos hatte ihren eigenen Sicherheitsdienst mit dem martialischen Namen "Ahnensturm" aufgeboten. Er habe die Aufgabe, die Parteimitglieder zu schützen, sagte Lüthard. "Auch vor aufdringlichen Journalisten." Der Sicherheitsdienst zählt rund 25 Mitglieder und ist laut Lüthard keine paramilitärische Einheit. "Wir wollen nicht Kriegerlis spielen."Die Mitglieder der Pnos trafen sich in einem Partylokal hinter dem Gasthaus Löwen. Erwartet wurden rund 70 Teilnehmer.

Zurzeit ist die Pnos als Partei nicht mehr in kommunalen Parlamenten vertreten. Dominic Lüthard machte vor den Medien jedoch klar, dass er dies ändern will. "Der parlamentarische Weg ist das Ziel." Dafür brauche es jedoch gewisse Strukturen sowie Mitglieder, die bereit seien, sich zu exponieren. Er kritisierte auch die rechtsbürgerliche Politik der SVP. Sie schaffe es nicht, Urnenentscheide wie die Masseneinwanderungsinititiave politisch durchzusetzen "Wir wollen nicht nur über das Ausländerproblem reden, wir wollen auch etwas verändern."

Schweizweit 400 Mitglieder
Die Pnos hat nach eigenen Angaben schweizweit rund 400 Mitglieder, davon 60 in der Ostschweiz. "Wir sind in den vergangenen Jahren gewachsen", sagte Lüthard. Noch vor eineinhalb Jahren habe die Partei auf rund 300 Mitglieder gezählt. Das durchschnittliche Mitglied sei männich, zwischen 20 und 30 Jahren alt.

"Pnos hielt sich an sämtliche Auflagen"

Die St.Galler Kantonspolizei hat sich am späten Samstagabend per Medienmitteilung zur Parteiveranstaltung der Pnos geäussert. "Aufgrund der medialen Aufmerksamkeit bekam der Anlass eine übergrosse Bedeutung und mobilisierte Anhänger beider Lager. Wir haben daher hat ein entsprechendes Dispositiv erstellt, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern", heisst es im Communiqué. Wie viele Polizisten in Kaltbrunn im Einsatz waren, wollte Mediensprecher Gian Andrea Rezzoli auf Nachfrage von Tagblatt-Online am Sonntag nicht sagen.

Im Vorfeld der geplanten Parteiveranstaltung hat die St.Galler Kantonspolizei mit dem Parteipräsident der Pnos Kontakt aufgenommen und Bedingungen für die Durchführung des Anlasses gestellt. Welche das genau waren, wollte Rezzoli aus ermittlungstechnischen Gründen nicht preisgeben. Nur soviel: "Die Polizei musste wissen, wo die Veranstaltung stattfindet." Da sämtliche Auflagen eingehalten wurden, ergaben sich laut dem Mediensprecher keine Gründe gegen die Veranstaltung ein sicherheitspolizeiliches Verbot auszusprechen. Die Beamten haben sich aber bereitgehalten, um sicherheitspolizeiliche Ereignisse im Bereich des Parteiversammlungsorts bewältigen zu können. "Die Lage blieb ruhig. Es kam zu keinen polizeilichen Einsätzen." Auch nicht in der Nach auf Sonntag. Wie lange die Parteiveranstaltung der Pnos dauerte, konnte Rezzoli nicht sagen.

Gespräch mit Polizei abgelehnt
Wie die Polizei weiter in ihrem Communiqué schreibt, hatte sich am Samstag um 17 Uhr eine linksorientierte Gruppe von rund 70 Personen beim Bahnhof Rapperswil versammelt, um eine nichtbewilligte Demonstration durchzuführen. "Wir wollten ihnen eine begleitete Demonstration über eine definierte Route bewilligen. Dazu gaben wir detaillierte schriftliche Auflagen ab", heisst es. Die Demonstranten hätten ein Gespräch mit der Kantonspolizei St.Gallen jedoch abgelehnt und seien nicht bereit gewesen, auf das Angebot einzugehen. "Deshalb verhinderten wir weitere Aktivitäten." Nach rund einer Stunde habe sich die Demonstration aufgelöst und die Teilnehmenden seien mit der Bahn in Richtung Zürich abgereist. (kapo/lex)

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