Kaltbrunner Parteien sind mehrheitlich für die A53

Kritiker der Umfahrung Gaster argumentieren, die Strasse würde den Verkehr lediglich von Uznach in andere Gemeinden verschieben, etwa nach Kaltbrunn. Dort scheint das Thema aber eine Nebensächlichkeit.

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In Uznach wird hitzig über die Umfahrungsstrasse A53–Gaster diskutiert. Von den Nachbarn aus Kaltbrunn ist derweil kaum etwas zu hören. Und das, obwohl die Umfahrung das Kaltbrunner Riet tangiert und dem Dorf Mehrverkehr bringen könnte. Wie eine Umfrage bei den Parteien zeigt, gibt es durchaus kritische Stimmen zum Projekt. Die UGS, die durch ihren Präsidenten Marco Fäh auch in der Gegner-IG vertreten ist, spricht sich gegen die Umfahrung aus.

Bessere Verkehrsanbindung

Die übrigen Parteien stehen dem Vorhaben positiver gegenüber. «Wir stehen auch nicht gerne vor der Barriere in Uznach im Stau», sagt Kurt Rosenast von der FDP. Seine Partei sei grundsätzlich für die Umfahrung, weil sie Kaltbrunn eine bessere Verkehrsanbindung bringe. Ebenfalls offen zeigt sich die SVP. Auch wenn noch nicht ganz klar sei, welche Vor- und Nachteile die Gasterstrasse den Kaltbrunnern bringen würde. «Wir sollten die Umfahrung lieber heute als morgen angehen», sagt Präsident Ernst Frischknecht.

«Riet muss geschützt werden»

Uneinigkeit herrscht offensichtlich in der SP Kaltbrunn. Präsidentin Eva B. Keller äussert darum nur ihre persönliche Meinung, die sie als Kantonsrätin auch in der Septembersession vertreten wird. «Die Umfahrung muss kommen», sagt sie. Aber nur unter zwei Bedingungen: Erstens müsse das Riet geschützt werden, und zweitens brauche es einen stärkeren Einbezug des bestehenden Strassennetzes, um so den Landverbrauch zu minimieren.

Die CVP hat sich noch nicht auf eine Meinung geeinigt. Zuerst müsse geklärt werden, ob die Umfahrung erste Priorität erhalte, sagt Marcel Hofstetter, der die Ortspartei präsidiert. (zsz)