Käsereien klagen bei Wettbewerbskommission

Güttingen. Die Käserei Neuenschwander AG hat mit weiteren Käsereien Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) eingereicht. Die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland habe die Mengensteuerung immer restriktiver durchgeführt.

Drucken
Teilen

Güttingen. Die Käserei Neuenschwander AG hat mit weiteren Käsereien Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) eingereicht. Die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland habe die Mengensteuerung immer restriktiver durchgeführt. Im Referenzjahr 2005/06 sei zu wenig Rücksicht auf die Mengenzuteilung auf die einzelnen Betriebe genommen worden.

Alle fünf Käsereien haben zukunftsorientierte Strukturen und grössere Milchmengen mit den Milchbauern unter Vertrag. Der Betrieb Neuenschwander hatte sich bis 1.

Mai 2009 der Mengensteuerung von Emmentaler AOC durch die Sortenorganisation unterzogen und ist mit der verbleibenden Milchmenge auf Switzerland Swiss und Grosslochkäse ausgewichen. Als am 1. Mai 2009 durch die Sortenorganisation das 7-Punkte-Programm beschlossen wurde, durften die besagten Käsereien keine Grosslochkäse ausser Emmentaler AOC mehr herstellen.

Die angelieferte Milch musste jedoch verarbeitet werden, um die Abnahmeverträge mit den Bauern einzuhalten. Somit waren die Betriebe gezwungen, mit der Produktion von Grosslochkäse fortzufahren. Die Folge war eine Busse von rund zwei Millionen Franken, gegen die die Käsereien nun bei der Weko klagen. (red.)

Aktuelle Nachrichten