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KÄLTEWELLE: In Altenrhein am wenigsten kalt

Vielerorts in der Ostschweiz zeigen die Thermometer zweistellige Zahlen im Minusbereich. Die sibirische Kälte scheint vor allem den Menschen zuzusetzen – Maschinen sind weniger betroffen.
Dinah Hauser/Jonas Manser
Zwei Bauarbeiter bereiten eine Schallung vor. Betonieren können sie derzeit nicht. (Bild: Mario Testa)

Zwei Bauarbeiter bereiten eine Schallung vor. Betonieren können sie derzeit nicht. (Bild: Mario Testa)

Dinah Hauser/Jonas Manser

ostschweiz@tagblatt.ch

Ein später Kälteeinbruch verursacht in der Ostschweiz ein frostiges Klima – meist zweistellige Minustemperaturen. Am Montag wurden die tiefsten Temperaturen zwischen 7 und 8 Uhr morgens gemessen. Im Kaltluftsee Hintergräppelen im Obertoggenburg auf dem Gebiet der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann zeigten die Messinstrumente eine Temperatur von minus 27,1 Grad an. Für Kaltluftseen kein aussergewöhnlich tiefer Wert, sagt Stephan Vogt, Erdwissenschafter bei Meteo Schweiz. Vor rund zwei Wochen waren es sogar minus 30,8 Grad. «In den nächsten zwei Tagen könnten die Temperaturen jedoch noch weiter sinken», prognostiziert er.

«Am Montagmorgen haben wir auf dem Säntis minus 23,9 Grad gemessen», berichtet Meteorologin Christa Hayoz von Meteo Schweiz. Auch tagsüber sind die Höchsttemperaturen nicht über den Gefrierpunkt gestiegen. In der Stadt St. Gallen fielen die Temperaturen hinunter auf minus 12,8 Grad. Mit minus 9,4 Grad war es in Altenrhein noch am «wärmsten» in der Ostschweiz. Jedoch stieg auch gestern Nachmittag am Ufer des Bodensees das Thermometer nicht über minus 6 Grad. Speziell am Kälteeinbruch sei der späte Zeitpunkt. «Denn klimatologisch betrachtet, befinden wir uns bereits am Ende des Winters», so Christa Hayoz. Obwohl dieser Winter doch ziemlich kalt ist, spricht die Meteorologin nicht von Extremzuständen. So sei es bisher nicht nötig gewesen, eine Kältewarnung auszusprechen. «Die Bise ist markant, es fühlt sich deshalb um einiges kälter an.»

«Die gefühlten Temperaturen, bei denen auch der Wind mit einbezogen wird, sind tatsächlich tiefer», bestätigt Denise Praloran von Meteo Schweiz. «Hier liegen die Werte bei minus 16 bis minus 19, in der Stadt St. Gallen gar bei minus 21 Grad.» Doch es handelt sich um eine kurze Kälteperiode – bereits ab Donnerstag sollte es wieder wärmer werden.

Batterien als Hauptursache

Die Kältewelle setzt vor allem den Autos zu. So verzeichnet der TCS schweizweit rund ein Drittel mehr kältebedingte Einsätze: «Die Hauptursache sind Batterien, welche bei extremer und länger anhaltender Kälte stark belastet werden», sagt TCS-Mediensprecher Daniel Graf. Er empfiehlt, ältere Batterien beim Automechaniker oder bei seinem Verband testen zu lassen und gegebenenfalls auszutauschen. Neben Überbrückungskabeln und Winterpneus, welche den kälteren Temperaturen gut angepasst sind, empfiehlt Graf Enteisungssprays, die man in der Tasche – und eben nicht im Auto – mitführen kann. In der Ostschweiz muss man sich wegen des Treibstoffes keine Sorgen machen. Laut Graf gefriert Benzin erst bei minus 45 Grad und Winterdiesel bei minus 22. «In den meisten Regionen sind also punkto Treibstoff keine Massnahmen zu ergreifen.» Bewohner von kälteren Gegenden sind laut Graf in der Regel über zusätzliche Massnahmen informiert.

Freie Fahrt für die Bahn

Die Bahnbetreiber der Ostschweiz verzeichnen hingegen keine Betriebsstörungen. Laut Christopher Hug, Mediensprecher der Schweizerischen Südostbahn, sind tiefe Temperaturen grundsätzlich kein Problem. «Anspruchsvoll ist es dann, wenn nebst sehr kalten Temperaturen noch Schneefall und Vereisungen hinzukommen.» Auch für die Appenzeller Bahnen herrscht normaler Winterbetrieb. «Wir treffen die üblichen Wintermassnahmen wie das Vorheizen der Züge oder das Einschalten der Weichenheizung», sagt Geschäftsleiter Thomas Baumgartner. Auch die SBB gehen so vor. Laut deren Mediensprecher Reto Schärli kann es «nur bei sehr schnellen Temperaturwechseln vereinzelt zu Gleisschäden kommen.»

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