Kälteeinbruch schafft Abhilfe

Entgegen der Meinung vieler komme den Wespen ein harter Winter mit konstanten Temperaturen eher entgegen, sagt Hans Oppliger von der Landwirtschaftlichen Schule in Salez. Die Königinnen können sich besser darauf einstellen als auf einen dauernden Temperaturwechsel.

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Entgegen der Meinung vieler komme den Wespen ein harter Winter mit konstanten Temperaturen eher entgegen, sagt Hans Oppliger von der Landwirtschaftlichen Schule in Salez. Die Königinnen können sich besser darauf einstellen als auf einen dauernden Temperaturwechsel. Oppliger ist überzeugt, dass das schlechte Wetter im Frühling und Anfang Sommer die Entwicklung der Wespen verzögert hat. Normalerweise konzentriert sich ihre Nahrungssuche auf Wälder. Bei schlechtem Wetter sind die Insekten in Wohnsiedlungen selten anzutreffen. Bei anhaltend gutem Flugwetter ändert sich dies aber schlagartig. Dann finden sie den Weg in die Gärten und an Märkte. Wegen des grossen Nahrungsangebots entwickelt sich auch der Nachwuchs schneller. Konzentriert sich dies auf einen kurzen Zeitraum, entsteht das Gefühl, es herrsche eine Wespenplage. In den nächsten Tagen wird der Spuk ein Ende haben – nach den ersten Kälteeinbrüchen. Dann leeren sich die Wespennester, den Winter überleben nur Königinnen. Solange die Plagegeister unterwegs sind, rät Oppliger vor allem bei Kindern zur Vorsicht: «Wenn man Kindern Süssigkeiten zu essen oder etwas zu trinken gibt, sollte man sehr aufpassen. Ein Stich in den Rachen kann zum Tod führen, auch wenn sie auf Wespenstiche nicht allergisch sind.» (kla)

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