KABELBRUCH: Bei der St.Galler Kantonalbank sind die Telefone tot

Bei Arbeiten im Zürcher Limmattal ist ein Glasfaserkabel durchtrennt worden. Die Folgen reichen bis nach St.Gallen. Bei der Kantonalbank etwa waren am Donnerstag sämtliche Leitungen besetzt.

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Die St.Galler Kantonalbank ist das grösste Unternehmen, das vom Kabelbruch im Zürcher Limmattal betroffen ist.

Die St.Galler Kantonalbank ist das grösste Unternehmen, das vom Kabelbruch im Zürcher Limmattal betroffen ist.

«Es tut uns leid», sagt eine Frauenstimme, «alle Leitungen sind derzeit besetzt, bitte rufen Sie später an.» Diese automatische Meldung hörte, wer am Donnerstag versuchte, die St.Galler Kantonalbank zu erreichen. Grund für die Ansage war allerdings nicht, dass sämtliche Mitarbeiter der Bank gerade telefonierten, sondern ein technischer Defekt: «Gemäss Informationen unseres Netzbetreibers handelt es sich um einen Kabelbruch», sagt Adrian Kunz von der St.Galler Kantonalbank. «Wir können im Moment weder Anrufe entgegennehmen noch nach aussen telefonieren.»

Knapp 20'000 Kunden betroffen

Alexandra Bini, Mediensprecherin des Netzbetreibers UPC, bestätigt den Vorfall: «Beim Verlegen von Leitungen haben Arbeiter einer externen Firma ein Glasfaserkabel durchtrennt», sagt Bini. Der Vorfall habe sich am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr im Zürcher Limmattal ereignet. Knapp 20'000 Privatkunden seien betroffen – vorwiegend aus dem Zürcher Limmattal und dem Bezirk Affoltern. Auch bei etwa hundert Geschäftskunden, teilweise aus der Ostschweiz, sei die Verbindung ausgefallen. Die St.Galler Kantonalbank sei wahrscheinlich das grösste Unternehmen, dessen Leitungen lahmgelegt worden seien.

Seit 11 Uhr morgens seien Techniker damit beschäftigt, das Problem zu beheben. «Weil sämtliche 432 Glasfasern des Kabels durchtrennt worden sind, dauern die Arbeiten an», so Bini. Bei UPC geht man davon aus, dass bis spätestens Mitternacht wieder alle Haushalte und Unternehmen Telefon- und Internetzugang haben. Auch die St.Galler Kantonalbank. (al)