Justiz
Rechtsstreit um das Luzerner Hotel Seeburg: Der St.Galler Gastronom Peter Schildknecht wehrt sich vor Bundesgericht gegen Konkurseröffnung

Die PSG Unternehmungen AG, eine Firma des St.Galler Gastronomen Peter Schildknecht, befindet sich in Liquidation. Hintergrund ist ein Streit um ausstehende Zahlungen für das Hotel Seeburg in Luzern. Nun muss sich das Bundesgericht erneut mit dem Fall befassen.

Adrian Vögele
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Das Hotel Seeburg in Luzern.

Das Hotel Seeburg in Luzern.

Bild: Manuela Jans-Koch

Bis Ende 2020 führte der St.Galler Gastronom Peter Schildknecht mit der Firma PSG Unternehmungen AG das Hotel Seeburg in Luzern – an bester Lage, direkt am Vierwaldstättersee. Das Engagement endete unfreiwillig: Die Pächterin musste das Hotel räumen. Seit Jahren schwelt im Hintergrund ein Rechtsstreit, in dessen Zentrum gegenseitige Zahlungsforderungen zwischen der PSG Unternehmungen AG und der Eigentümerschaft des Hotels stehen. Bereits gegen die Kündigung des Pachtvertrags im Jahr 2018 hatte sich Schildknecht bis vor Bundesgericht gewehrt – ohne Erfolg. Die Eigentümerin, die Seeburg Hotels AG, führte ins Feld, Pachtzinsen im Umfang von über drei Millionen Franken seien ausstehend. Die damalige Pächterin bestritt dies und machte ihrerseits geltend, die Eigentümerfirma schulde ihr über 2,6 Millionen Franken aus vertraglich geregelten Betriebskosten.

Bundesgericht muss über Liquidation entscheiden

Im März eröffnete das St.Galler Kreisgericht wegen «Einstellung der Zahlungen» den Konkurs über die PSG Unternehmungen AG. Dagegen legte die Firma Rekurs ein. «Die PSG Unternehmungen AG sind nicht überschuldet und wollen entsprechend operativ weiterarbeiten können», sagte Schildknechts Rechtsvertreter damals. Das Kantonsgericht bestätigte dann allerdings das Urteil der Vorinstanz: Die Einleitung der Liquidation wegen Einstellung der Zahlungen sei rechtmässig.

Jetzt muss auch in dieser Frage das Bundesgericht entscheiden: Die PSG Unternehmungen AG habe Beschwerde eingelegt, heisst es beim Kantonsgericht.

Auch Endreinigung umstritten

In einem weiteren Streitpunkt rund um die «Seeburg» war die PSG Unternehmungen AG im April vor Bundesgericht unterlegen: Sie hatte sich gegen eine Rückgabe der Gebäude in gereinigtem Zustand gewehrt.

Über die Firma sei lediglich das Hotel Seeburg betrieben worden, so Schildknechts Anwalt. Andere Unternehmen und Gastronomiebetriebe von Peter Schildknecht hätten mit der Angelegenheit nichts zu tun.

Die «Seeburg» ist inzwischen wieder geöffnet: Der Restaurationsbetrieb startete im Mai unter neuer Führung, seit Mitte Juli werden auch wieder Hotelgäste empfangen.

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