Jungen Flüchtlingen besser helfen

Für die St. Galler Gemeinden funktioniert das Zusammenspiel mit dem Kanton im Umgang mit unbegleiteten jungen Flüchtlingen nicht richtig. Sie fordern ein ganzheitliches Konzept, das über das Mündigkeitsalter 18 hinausgeht.

Christoph Zweili
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144 junge Flüchtlinge sind im Kanton St. Gallen registriert – für die Betreuung ist er nur bis 18 zuständig. (Bild: Urs Bucher)

144 junge Flüchtlinge sind im Kanton St. Gallen registriert – für die Betreuung ist er nur bis 18 zuständig. (Bild: Urs Bucher)

ST. GALLEN. Die St. Galler Regierung beantragt im Budget 2016 fünf Millionen Franken zusätzlich für das Asylwesen, ausgelöst durch zwei neue Asylzentren in Amden und Vilters. Das Kantonsparlament wird in der Novembersession auch über den Kredit für zwei Berufsbeistände zu entscheiden haben. «Das ist aber nicht der richtige Ansatz für die Fragestellungen im Kindesschutz», sagt Roger Hochreutener, seit 15 Jahren Asylkoordinator für die St. Galler Gemeinden.

Veränderte Situation

Im Interview mit unserer Zeitung übt Hochreutener harte Kritik am Kanton, was den Umgang mit jungen unbegleiteten Flüchtlingen angeht. Heute sei die Situation nicht mehr die, in der die ersten Zentren für unbegleitete Minderjährige entstanden sind.

Die jungen Flüchtlinge würden bis zum 18. Geburtstag wohlbehütet, «dann werden sie vor die <Tür des Sozialamts> gestellt», kritisiert Hochreutener.

Ganzheitlichen Ansatz suchen

Gefragt sei jetzt ein ganzheitlicher Lösungsansatz vom Empfang bis zur beruflichen oder gesellschaftlichen Integration – «unbesehen davon, ob das Mündigkeitsalter innerhalb dieser Zeit erreicht wird».

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