Junge Bartgeier fürs Calfeisental

Die Stiftung Pro Bartgeier will den Vogel wieder im Alpenraum ansiedeln. Deshalb wildert sie am kommenden Samstag drei Jungvögel im Sarganserländer Calfeisental aus.

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Das Bartgeier-Weibchen Scadella im Alter von 90 Tagen. (Bild: Daniel Hegglin)

Das Bartgeier-Weibchen Scadella im Alter von 90 Tagen. (Bild: Daniel Hegglin)

Tamina, Scadella und Madagaskar heissen sie, die drei Bartgeier, die am kommenden Samstag im Calfeisental ausgewildert werden. Das Bartgeierweibchen Tamina ist ein Jungtier aus dem Natur- und Tierpark Goldau, die zwei anderen kommen aus Spanien.

Positive Erfahrungen

Die Jungvögel sind kaum 90 Tage alt und stammen aus einem internationalen Zuchtprogramm. Am Donnerstag wurde die geplante Bartgeierauswilderung im Sarganserland im Natur- und Tierpark Goldau vorgestellt. Die Stiftung Pro Bartgeier will den Bartgeier wieder dauerhaft im Alpenraum ansiedeln. Dafür wurden die Auswilderungen letzten Sommer vom Schweizerischen Nationalpark in die Nordalpen verlagert, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die Erfahrungen im ersten Jahr waren positiv: Die jungen Bartgeier entwickelten sich bestens und hielten sich in ihrem ersten Lebensjahr vorwiegend im Sarganserland und in der Innerschweiz auf.

Neue Überwachungstechnik

Die drei neuen Jungvögel seien allesamt Bartgeier, die aus seltenen genetischen Linien stammten, heisst es weiter. So wird die genetische Basis der Wildpopulation verbessert und vermieden, dass Inzuchtprobleme auftauchen können. Die drei Bartgeier wurden bereits Ende Mai in Goldau zusammengeführt, wo sie sich aneinander gewöhnen konnten. Sie werden mit einem solarbetriebenen Sender ausgestattet. Dieser lokalisiert die Tiere über das Mobiltelefonnetz und liefert wertvolle Daten. Ein Wiederansiedlungsprojekt könne nur gelingen, wenn die Tiere auch optimal überwacht würden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Bartgeier können nun über 20mal pro Tag geortet werden. (sda)

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