Jugendpolittag
Die Thurgauer Jugend politisiert auch sonntags

Der erste Jugendpolittag ist für die Nachwuchspolitiker Geschichte, ganz im Gegensatz zum Thurgauer Grossen Rat. Denn zahlreiche Ideen wurden in Forderungen umgewandelt und vier Kantonsräten überreicht.

Christoph Heer
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Eine Gruppe junger Menschen beim ersten Jugendpolittag.

Eine Gruppe junger Menschen beim ersten Jugendpolittag.

Bild: Christoph Heer

Da soll mal noch einer sagen, die Jugend interessiere sich nicht für Politik. Am vergangenen Sonntag nahm rund ein Dutzend am ersten Jugendpolittag teil. Organisiert vom Jugendparlament Thurgau, in Zusammenarbeit mit den Jungparteien des Kantons, entwickelte sich dabei – nach den Referaten von Anne Varenne (Präsidentin Bildung Thurgau) und Martin Eugster (Leiter Amt für Umwelt) − eine regelrechte Ideenlawine. «Genauso haben wir uns das vorgestellt», sagt Hauptorganisator und Co-Präsident des Thurgauer Jugendparlaments, Marco Bortoluzzi, zufrieden.

Weitere Jugendpolittage sollen folgen

Einig ist man sich in Sachen Klima und Umweltschutz. Es sei höchste Zeit etwas zu unternehmen, insbesondere der Kanton sei nun an der Reihe, sich noch mehr einzusetzen. Zu diesem Jugendpolittag wurden Jugendliche im Alter zwischen 14 und 24 Jahren eingeladen.

Natürlich hätte der Zulauf noch etwas grösser sein können, doch die Basis sei gelegt. So schaut man laut Bortoluzzi auch schon in die Zukunft, in der es weitere Jugendpolittage geben soll.

Die Crux mit den Hausaufgaben

Eine Gruppe diskutierte mit Anne Varenne über die Schulbildung. Schnell standen die Hausaufgaben im Mittelpunkt. «Wenn ich Schule habe bis am Vorabend, will ich doch nicht nach Hause und noch mehr für die Schule machen müssen», oder «nach der Schule brauchen wir unsere Freizeit», lauteten zwei Voten von Jungpolitikerinnen.

Nach der Erarbeitung der Vorschläge und Forderungen an den Grossen Rat schalteten sich vier Kantonsräte ein. Ueli Fisch (GLP), Judith Ricklin (SVP), Didi Feuerle (Grüne) und Michéle Strähl-Obrist (FDP) nahmen die Anliegen der Jungen entgegen und werden sie dem Parlament unterbreiten.

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