Jugendherbergen besser belegt dank Flüchtlingen

ST. GALLEN. Weil Flüchtlinge temporär in Jugendherbergen untergebracht werden, die im Winter für Gäste geschlossen sind, steigen bei den Schweizer Jugendherbergen (SJH) die Buchungszahlen.

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ST. GALLEN. Weil Flüchtlinge temporär in Jugendherbergen untergebracht werden, die im Winter für Gäste geschlossen sind, steigen bei den Schweizer Jugendherbergen (SJH) die Buchungszahlen. Aktuell liege der Buchungsstand für den Winter schweizweit um knapp 10 Prozent über dem Niveau des Vorwinters, teilte die Gesellschaft Parahotellerie Schweiz gestern mit. Das Plus sei auf die neuen Verträge mit den Migrationsämtern zur zeitweisen Unterbringung von Flüchtlingen zurückzuführen.

Grosser Anteil in St. Gallen

Insgesamt würden rund 200 Flüchtlinge in den drei Jugendherbergen St. Gallen, Rapperswil-Jona und Delsberg untergebracht, sagte SJH-Chef Fredi Gmür. Was mit den Flüchtlingen im Frühling passiere, werde die grosse Herausforderung für die kantonalen Migrationsämter sein. Denn die Flüchtlinge müssten dann auf jeden Fall die Jugendherbergen wieder verlassen. So laute die Abmachung.

Einbussen im Sommer

Für das gesamte Wintergeschäft würden die Jugendherbergen mit einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr 2014 rechnen, schrieb Parahotellerie Schweiz weiter, die von Reka, Interhome, TCS Camping, den Schweizer Jugendherbergen und Bed & Breakfast Switzerland gegründet wurde. Dies sei als Erfolg zu werten. Denn die Sommersaison hatte den Jugendherbergen die befürchteten Umsatzeinbussen gebracht. «Mit einem Minus von 6,2 Prozent fielen diese aber eher glimpflich aus.» (sda)