Jonschwil reduziert Steuerfuss um acht Punkte auf 127 Prozent

Die Gemeinde Jonschwil schliesst die Jahresrechnung 2019 mit einem operativen Ergebnis von plus 2,16 Millionen Franken ab. Für 2020 beantragt der Gemeinderat der Bürgerversammlung eine Senkung des Steuerfusses von 135 auf 127 Prozent.

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Die Gemeinde Jonschwil senkt zum zweiten Mal in Folge den Steuerfuss.

Die Gemeinde Jonschwil senkt zum zweiten Mal in Folge den Steuerfuss.

Themenbild: Reto Martin

Anstelle des budgetierten Defizits von 182200 Franken weist die Rechnung 2019 der Politischen Gemeinde Jonschwil einen Überschuss von2 163801 Franken aus. Der Gewinn wird den Reserven zugewiesen. Das freie Eigenkapital hat neu eine Höhe von 3,58 Millionen Franken.

Bereits der Steuerabschluss mit einem Plus von 1223000 Franken lag über den Budgeterwartungen. Beim Jahresabschluss konnten mit Ausnahme des Gesundheitswesens bei allen Aufgabenbereichen weniger Ausgaben verzeichnet werden. Höhere Ausgaben ergaben sich beim Gesundheitswesen aufgrund der Pflegefinanzierung.

Steuerfuss sinkt von 135 auf 127 Prozent

Aufgrund des Vorjahresergebnisses und der Höhe des Eigenkapitals soll der Steuerfuss um acht Prozent gesenkt werden. Mit den Nachzahlungen von 350000 Franken ergibt sich bei den natürlichen Personen ein budgetierter Steuerertrag, der rund 985000 Franken unter dem Vorjahr liegt. Die Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern werden auf 250000 und 300000 Franken geschätzt. Bei den Steuern der juristischen Personen wird mit 960000 Franken gerechnet und bei den Quellensteuern sind 245000 Franken budgetiert. Unter dem Strich ergibt sich im Budget 2020 ein operatives Ergebnis von minus 625900 Franken, schreibt der Gemeinderat.

Jonschwil bezieht Mittel aus der ersten Stufe des kantonalen Finanzausgleichs. Für den Sonderlastenausgleich ergeben sich Beträge von 1927000 Franken, der Ressourcenausgleich beträgt 1025100 Franken.

Netto-Investitionen von 10,7 Millionen Franken

Als grösstes Projekt erscheint der Neubau der Schulanlage Schwarzenbach mit 10 Millionen Franken im Investitionsbudget 2020. Hinzu kommt der Abschluss der Sanierungen in der Grundwasserschutzzone Geissmatt. Das gesamte Investitionsbudget sieht 12131500 Ausgaben und Fr. 1420000 Einnahmen vor. Die Nettoinvestitionen belaufen sich damit auf 10711500 Franken.

Ausgeglichene Finanzplanung

Die Finanzplanung 2021 bis 2024 zeigt für die Jahre 2021 und 2022 operative Ergebnisse von minus 612000 und 541000 Franken. In den Jahren 2023 und 2024 werden fast ausgeglichene Ergebnisse erwartet. Über die vier Jahre hinweg sind Nettoinvestitionen von rund 4,5 Millionen Franken geplant. Der Hauptteil entfällt auf die Fertigstellung des Schulhauses in Schwarzenbach sowie das beim Kanton seit nunmehr 14 Jahren pendente Projekt eines Kreisels bei der «Svoboda-Kreuzung».

Unter Berücksichtigung des freien Eigenkapitals kommt der Gemeinderat zum Schluss, dass die Steuerfuss-Senkung auf 127 Prozent für mehrere Jahre verkraftbar ist. Damit reduziert die Gemeinde ihren Steuerfuss innert zweier Jahre um 10 Prozentpunkte. Die Bürgerversammlung findet am 30. März im OZ Degenau statt. (pd/ahi)