43 Corona-Patienten werden in St.Galler Spitälern behandelt, Fernunterricht taugt nur auf Zeit: Was die St.Galler Regierung zur Coronakrise gesagt hat

Aktuell werden in St.Galler Spitälern 43 Corona-Patienten behandelt. 9 davon werden künstlich beatmet. Der Kanton St.Gallen hat ausserdem zwei Covid-19-Patienten aus dem Elsass aufgenommen. Derweil plant Bildungschef Stefan Kölliker, ab Mai den Präsenzunterricht an den Schulen wieder schrittweise einzuführen. 

Luca Ghiselli
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In St.Galler Spitälern werden 43 Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, behandelt. Neun Patientinnen und Patienten werden künstlich beatmet. Zwei davon sind Patienten aus dem Elsass, die der Kanton «aus Solidarität» aufgenommen hat, wie Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann an der Medienkonferenz im Pfalzkeller bekanntgab.

Hanselmann sagte weiter, dass der Kanton St.Gallen 1000 Isolierbetten in seinen Spitälern anstrebe. Hinzu kommen 114 mögliche Intensivplätze.

Wie Finanzchef Benedikt Würth erläuterte, gibt es im St.Galler Hilfspaket eine Anpassung für Start-Ups. Diese verfügten oft über einen geringen Umsatz, deshalb werde auch vom Bund die Lohnsumme als Referenzgrösse für Kredite herbeigezogen. Der Kanton tut es ihm gleich und stellt zusätzlich zu den bereits vorgesehenen 40 Millionen Franken weitere 5 Millionen Franken für Start-Ups zur Verfügung.

Fernunterricht taugt nur auf Zeit

Bildungschef Stefan Kölliker führte aus, dass die St.Galler Schulen seit zwei Wochen erfolgreich Fernunterricht betreiben, auf den höheren Stufen konsequent digital. Er machte aber unmissverständlich klar, dass dies nur auf Zeit funktioniere. Kölliker sagte deshalb, die Regierung habe die Lehrpersonen angewiesen, sich bis Ende April auf Fernunterricht einzustellen, für die Zeit danach aber teilweise wieder mit Präsenzunterricht zu rechnen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Bundesrat den Ausnahmezustand lockert.

«Patientenverfügungen entlasten Angehörige»

Kantonsärztin Danuta Reinholz ging derweil auf Patientenverfügungen ein. Diese seien grundsätzlich immer sinnvoll, ob in Zeiten von Corona oder sonst. Die Angehörigen würden im Ernstfall durch eine Verfügung entlastet. Zudem betonte Reinholz, dass die Triage in der Intensivpflege nicht neu sei. Bereits seit 2013 bestünden entsprechende Richtlinien, die nun während der Pandemie angepasst werden.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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