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Jeder ist in sich gefangen

Das Theater St. Gallen hat erneut eine gute Hand für hervorragende Verdi-Inszenierungen. Gestern Abend erlebte Verdis
«Don Carlo» eine umjubelte Premiere. Die Inszenierung von Nicola Berloffa mündet in eindringliche und hautnahe Dramatik.
Martin Preisser
Theater SG: Don Carlo, Bilder Iko Freese

Theater SG: Don Carlo, Bilder Iko Freese

Der St. Galler «Don Carlo» punktet als überzeugendes Gesamtpaket mit vielen sich verzahnenden Einzelleistungen. Da ist die stringente Inszenierung von Nicola Berloffa, der das Schicksal der Figuren extrem fassbar macht und sie dem Publikum fast beängstigend nahe bringt. Das Drama um den Carlo und seine Liebe zu Elisabetta findet praktisch nur in geschlossenen Zimmern statt. Packenden Anteil an der Gesamtausstrahlung hat das Licht. Beunruhigende Schattenspiele, umheimliche Lichteinfälle und eine die Dramatik konsequent unterstützende Ausleuchtung machen den Verdi-Abend auch optisch zu einem Erlebnis.

Ein Verdi-Abend,
der unter die Haut geht


Gesanglich begeistert der Abend durch fünf exzellente Hauptfiguren. Kraft, die aus feiner Intimität entsteht, strahlt Alex Penda als Elisabetta aus, makelloser Belcanto macht Alessandra Volpe als Principessa Eboli zum Ereignis. Don Carlo als zerrissene Figur wird packend greifbar durch Eduardo Aladréns Engagement. Er singt grossartig frei und beweglich. Von weicher Eleganz ist die Stimme von Nikolay Borchev als Rodrigo. Fast unheimliche Stimmkraft kommt von Tareq Nazmi als Filippo. Ein Verdi-Abend, der unter die Haut geht.

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