Jeder Fünfte ist schädlichem Lärm ausgesetzt

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Der Strassenverkehr ist die grösste Lärmquelle in der Schweiz. Gemäss einer Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu) aus dem Jahr 2014 ist tagsüber jeder fünfte Einwohner schädlichem oder lästigem Strassenlärm ausgesetzt – in der Nacht jeder sechste. Das Bafu schätzt die jährlichen Kosten (Gesundheitskosten, Wert­verminderung bei Immobilien) des Strassenlärms auf 1,5 Milliarden Franken. Um die Lärmbelastung unter anderem durch den Strassenverkehr zu vermindern, wurden in der LSV für verschiedene «Empfindlichkeitszonen» Grenzwerte festgelegt; für Wohngebiete beispielsweise 60 Dezibel am Tag und 50 in der Nacht. Wird der Grenzwert überschritten, muss der Eigentümer der Strasse Lärmsanierungen (z. B. Temporeduktionen oder Schallschutzwände) umsetzen. Eine erste Frist dafür lief 2002 ab. Da damals erst ein Drittel der National-, Kantons- und Gemeindestrassen saniert worden war, wurde die Frist für den Bund bis 2015, für Kantone und Gemeinden bis März 2018 verlängert. Es zeichnet sich ab, dass viele Kantone, Städte und Gemeinden die nötigen Lärm­sanierungen bis dahin nicht realisiert haben werden. (hae)