Jammern und scherzen

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Der Kommunikationsdienst des Kantons St. Gallen ist selten zum Scherzen aufgelegt. Egal, wie langweilig oder absurd ein Geschäft ist, das Team um Oberkantonskommunikator Thomas Zuberbühler bleibt jederzeit seriös. Umso schöner, wenn eine Medienmitteilung für einmal den ­gewohnt ernsthaften Rahmen sprengt. So wie jene vom Ostersonntag. Der Kanton vergebe am 1. Juni zum ersten Mal den Pokal «Vergiss mein nicht», teilte Zuberbühlers Büro mit. Die Trophäe werde jener kantonalen Institution verliehen, «die dank erfolgreichem Jammern auf nationaler Ebene Vorteile für den Kanton generiert hat». Ziel sei es, das Jammern als politische Strategie stärker zu fördern. Der Pokal habe die Form einer Blüte der gleichnamigen Blume und wiege rund 500 Gramm. Auch Staatssekretär Canisius Braun wird in der Mitteilung zitiert: «Wir erhoffen uns davon positive Impulse aus Bern.» Die Bevölkerung ist eingeladen, Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger der Staatskanzlei bis am 13. April zu melden. Sehr schön. Und jammerschade, ist es nur ein Aprilscherz. Ein paar Vorschläge hätten wir nämlich. (ar)